Posts mit dem Label Andy Mangels werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Andy Mangels werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 5. August 2013

Mission Gamma III: Kathedrale

Buchbesprechung Mangels, Andy; Martin, Michael A.: Mission Gamma III. Kathedrale. Cross Cult,  2002/2011.

 photo Kathedrale_01_zpsb1ad16d1.jpg

Story: Bajor und seine Außenstelle Deep Space 9 putzen sich für den anstehenden Föderationsbeitritt heraus. Doch während die Bajoraner froh und glücklich ob des anstehenden politischen Großereignisses wirken, brodelt es unter der nationalen Oberfläche. Das bajoranische Glaubenssystem sieht nämlich nicht nur einer lähmenden Kai-Wahl entgegen, sondern muss sich auch mit religiösen Spaltern herumschlagen, die nach der Veröffentlichung des Buches 'Ohalu' massenhaft die Gesellschaft durchdringen. Doch während der Großteil der Reformierten längst Schlüsselpositionen innerhalb von Militär, Politik und Religion besetzt hat, findet sich Kira Nerys als Urheberin dieser Entwicklungen noch immer isoliert in ihrem eigenen Volk wieder. Verschärft wird die Situation zusätzlich durch die ständigen Sticheleien ihres ehemaligen Geliebten und amtierenden Premierministers Shakaar Edon und den ständigen Anwerbeversuchen seitens der Ohalu-Jünger. Ihre ohnehin wacklige Stellung als Stationskommandantin erfährt innerhalb dieser Wirren ernsthafte Belastungsproben.
Derweil entdecken Besatzungsmitglieder der USS Defiant auf ihrer Erkundungsmission im Gamma-Quadranten ein interdimensionales Gebilde mit ungeheuerlichen Ausmaßen. Es wird von zwei verschiedenen Spezies beansprucht, die zwar mit primitiven Waffen, aber mit fanatischem Eifer um das Objekt kämpfen. Das Schiff unter dem Kommando Elias Vaughns gerät zwischen diese Frontlinien, als klar wird, dass das fremde Objekt die Verantwortung dafür trägt, dass Ezri ihren Symbionten abstößt, Julian Bashir zu einem Dummkopf mutiert und Nog plötzlich das verloren geglaubte Bein nachwächst. Als die drei auch noch beginnen, unkontrolliert zwischen verschiedenen parallelen Universen zu springen ist es an Vaughn, das Leben seiner Offiziere durch einen beherzten Vorstoß zurück zum schwer bewachten Objekt zu wagen....

Lobenswerte Aspekte: "All religion has to have its way" bemerkten dereinst drei Barden namens David Crosby, Stephen Stills und Graham Nash in ihrem überraschenderweise gleichnamigen Song "Cathedral" recht treffend (das Buch erschien im englischen Original ebenfalls unter dem Titel "Cathedral").



Aus genau diesem Grunde tritt die Handlung wohl einmal rasch beiseite, als der aufmerksame Leser Zeuge der größten Kirchenspaltung der bajoranischen Geschichte wird. Kira Nerys mutiert zu einem Martin Luther wider Willen, als ihre den fünfundneunzig Thesen entsprechende Veröffentlichung der Schriften Ohalus endlich die Massen ihrer Heimatwelt erreicht um zur materiellen Gewalt zu werden. Die Erwähnung der bereits aus "Ein Stich zur rechten Zeit" bekannten cardassianischen Sektierer-Religion der Orelianer (vgl. S. 184ff.) kann als netter Zug interreligiöser Verständigung auf unserem eigenen Planeten interpretiert werden, zumal sich auch auf der vertrauten Erde größere Religionen wie Christentum, Islam oder Judentum trotz inniger Feindschaft auf gemeinsame Wurzeln zurückführen lassen.
Das bleibt aber nicht der einzige Querbezug in die Wissenswelt des Rezipienten. Mangels und Martin zitieren aus den verschiedenen Star-Trek-Serien und -Filmen wie zwei Sonntagsprediger aus der Bibel: Hier wird ein Gleichnis aus der Fernsehserie Deep Space Nine bemüht (vgl. z.B. S. 45, S. 50 oder S. 119), dort die Stammmutterschaft der Heiligen Hoshi Sankt Sato für die Translationswissenschaften herangezogen (vgl. S. 148) und schließlich sogar einer jener klassischen Vergleiche Star Treks bemüht, der den hohen Standards der allgemeinen Verständlichkeit problemlos genügt (vgl. S. 76f.). Aber auch Referenzen an die Nerd-Ikonen der verschrobenen Leserschaft fehlen keineswegs. So finden selbst MC Escher (vgl. S. 36) oder Carl Sagan (vgl. S. 63) wohlverdiente Erwähnung, die wohl nur Weird Al Yankovics Geek-Hymne "White and Nerdy" toppen kann. 
Aber selbst der Bezug auf das aus Voyager hinlänglich bekannte Erden-Genie Leonardo da Vinci (vgl. S. 117ff.) ist mit Bedacht gewählt und clever positioniert – sie passt gleichermaßen zur Vita und dem Selbstverständnis des genetisch aufgewerteten Stationsmediziners Julian Bashir.
Überhaupt ist das der größte Pluspunkt dieses Werkes: Die Tilgung weißer Flecken auf den biografischen Landkarten der einzelnen Charaktere dient dabei allerdings nicht nur dem Blick zurück, sondern auch dem nach vorn. Sämtliche Figuren reifen im Verlaufe der in äußerst flüssigem Stil gehaltenen Seiten und verleihen der Buch gewordenen Staffel Acht der Fernsehserie 'Deep Space Nine' eine Daseinsberechtigung, die über das sture Nacherzählen bekannter (und damit langweiliger) Routinen hinausreicht.
Eine der spannendsten Ideen bildet schließlich die Rückentwicklung, der sich Bashir, Dax, Ezri und Nog stellen müssen. Eine vielversprechende Wendung, die mal wieder tatkräftig unter Beweis stellt, was bereits im Vorgänger angerissen wurde: Die letzte Grenze ist eben nicht das weite All, sondern der Mensch und seine Fähigkeit, auf Veränderungen angemessen zu reagieren.

 photo kathedrale_02_zpsd5cee3f2.jpg


Kritikwürdige Aspekte: "Open up the gates of the church and let me out of here!" beschwören erwähnte Barden Crosby, Stills und Nash ihre Zuhörer eindringlich in ihrem Song "Cathedral" und auch das kann man problemlos auf dieses Buch anwenden.
Besonders die religiöse Komponente, die vielleicht noch die amerikanische Lebenswirklichkeit treffen mag, bleibt dem europäischen Leser vergleichsweise verschlossen. Mehr als einmal wünscht man sich den Star-Trek-Urvater Gene Roddenberry herbei, auf dass er mahnend seinen atheistischen Zeigefinger gegen diesen Unsinn erhebe. Die Selbstfindungsversuche münden nämlich in einem unsagbar peinlichen Brückendialog mit Fremdschämfaktor, den ich mir beim Besten Willen zuvor nicht im Star-Trek-Universum vorstellen konnte (vgl. S. 365ff.).
Aber damit nicht genug, denn die gesamte bajoranische Glaubensgemeinschaft ist so offensichtlich an die katholische Kirche angelehnt, dass die Autoren im sechzehnten Jahrhundert sicherlich noch öffentlich als Ketzer verbrannt worden wären, weil sie auf infame Art und Weise die göttliche Ordnung verballhornten. Ihre Querverbindungen zum großen (bajoranischen) Schisma, zu Predigten (vgl. S. 277) oder gar Konklaven (vgl. S. 239ff.) sind für selbst für Science-Fiction-Verhältnisse viel zu durchschaubar-plump, zumal die Ökumene mit den cardassianischen Lutheranern (vgl. S. 331ff.) dem Ganzen sicherlich noch die Krone aufsetzt.
Zugegebenerweise war ich nie ein Freund der pseudo-religiösen Komponente der Fernsehserie 'Deep Space Nine', doch hätte ich damals schon gewusst, in welche Bresche spätere Bücher wie dieses schlagen würden, hätte ich anno dazumal versöhnlichere Töne angeschlagen. Also nochmal zum Mitschreiben: Religion hat in Star Trek nichts zu suchen! Außer natürlich, sie wird wie in "Der Tempel des Apoll", "Die Stunde der Erkenntnis" oder "Der Gott der Mintakaner" als Irrweg ausgeschildert.



Auch der unsagbar "kreative" Moment, in dem Bajor sämtliche Drehkörper auf einmal zurückgegeben wurden, war ein Armutszeugnis der Erzählkunst. Es gräbt nicht nur kommenden Romanen das Wasser ab, sondern ist bei Lichte besehen eigentlich ein alter Hut. Spontane Rückgaben verloren geglaubter Drehkörper gab es nämlich schon in der Episode "Das Motiv der Propheten" und dem Auftakt-Roman dieser Serie "Offenbarung, Buch I".
Aber hey!
Was soll's?!
Immerhin ist der Seifenopercharakter der Serie ja treffend eingearbeitet worden!
Tatsächlich sogar soweit, dass dieses Buch das erste in dieser Reihe war, in dem mich die Geschehnisse des Alpha-Quadranten mehr interessierten, als die im Gamma-Quadranten, nach dem selbige Erzählriege ("Mission Gamma") ja eigentlich benannt wurde. Das lag allerdings weniger daran, dass das Geschehen auf Deep Space 9 spannender gewesen wäre, sondern war eher darin begründet, dass der Handlungsbogen in "Kathedrale" so ziemlich das langweiligste Stück Story war, dass mir jemals untergekommen ist.
Da ist ein Objekt, das Probleme verursacht. Die Probleme werden erkannt und behoben. Dazwischen ein wenig "Pew! Pew!" und fertig ist eine gesamte Geschichte.
Von wegen!
Bedenkt man nämlich die erschreckend hohe Seitenzahl, auf der sich diese breit geschilderte Belanglosigkeit zutrug, kann man das Martyrium nachvollziehen, dem sich der Leser trotz des flüssigen Stils des dynamischen Schreiber-Duos zu stellen hat. Und auch das Thema Paralleluniversen hat seit Episoden wie "Parallelen", "Ein Parallel-Universum" oder "Temporale Sprünge" längst nicht mehr den Nimbus einer sonderlich kreativen Erzählebene inne.
Das gesamte Konzept krankt also schon seit Beginn. Das kann man auch wunderbar im Titel erkennen, denn die Frage, ob das fremde Objekt nun eine "Kathedrale" oder ein "Anathema" ist (vgl. S. 153), bleibt nämlich nicht der Interpretation des Lesers überlassen, sondern lässt sich bereits im Titel glasklar ablesen.
Alles in allem plätschert das gesamte Buch ereignisarm vor sich hin, ohne dass irgendetwas von Belang passiert. Wirklich spannende Entwicklungen bleiben auf Anspielungen beschränkt (vgl. S. 331) oder werden auf den letzten Seiten angeschnitten (vgl. S. 375f.) und zukünftigen Romanen überlassen. Dazwischen erstreckt sich erzählerische Leere und das Buch erzeugt bestenfalls Vorfreude auf die kommenden Werke. Es empfiehlt sich daher, diesen bloßen Lückenfüller zu übergehen und mit dem letzten Band dieser Reihe fortzufahren.

Übersetzung: Die Mittelmäßigkeit dieses Werkes setzt sich auch in seiner Übersetzung fort. Übersetzer Christian Humberg leistet natürlich in gewohnt gekonnter Manier seinen Beitrag dazu, den guten Stil des Werkes redlich ins Deutsche zu übertragen, doch zuweilen erwächst der Eindruck, er habe über den zu vielen Zeilen mit der Zeit das Interesse an einer gewissenhaften Übertragung verloren. Anders lassen sich einige Trantütigkeiten wie die falsche Schreibweise von "hypyrianischer" (S. 74) oder Sätze wie "Wer wollte den nun schon wieder ihre Zeit für sich beanspruchen?" (S. 83) oder "Also müssen Sie raus aus Stadt, klar?" (S. 216) nicht erklären. Von Fehlern wie vergessenen Fragezeichen (vgl. S. 156), der unnötigen Großschreibung des Adjektives "befleckt" (vgl. z.B. S. 25, S. 126 oder S. 244) oder der Pluralform von "Schott", die wohl nur eine Landratte so bilden kann (vgl. S. 198), ganz zu schweigen.
Als Historiker ist mir besonders die beständig verwendete Formulierung "Stein von Rosette" (vgl. S. 79. S. 150 oder S. 206) übel aufgestoßen. Nicht, dass die Bezeichnung falsch wäre, doch nicht umsonst hat jeder einzelne meiner Altertums-Dozenten das Relikt (wie übrigens im englischen Original auch) als "Stein von Rosetta" bezeichnet – nicht zuletzt, um kindische Wortwitze darüber im Keim zu ersticken.

Anachronismen: Wo soll ich nur anfangen?
Traditionell würden sich die Andorianer anbieten, die mal wieder abweichend von der Darstellung in "Enterprise" präsentiert werden (vgl. S. 87). Aber das ist halb so wild, denn nicht der ohnehin verständliche Fehler ("Enterprise" steckte noch in den Kinderschuhen, als dieses Buch geschrieben wurde) ist das Problem, sondern die vielen Logiklöcher, die die Autoren selbst in ihr Werk rissen.
So passt Bashirs durchgängig geschwollene Ausdrucksweise innerhalb seiner persönlichen Logbucheinträge kaum zu seinem rapide abnehmenden Geisteszustand (vgl. S. 261ff.). Selbst wenn die darauf folgende Aufnahme schon eher den richtigen Ton trifft (vgl. S. 265), muss man festhalten, dass der radikale Sprung zwischen beiden Momentaufnahmen völlig übergangsfrei daherkommt.
Zudem verwundert es, dass Doktor Bashir sich nicht in eben der selben Kathedrale befunden hat, als er in der DS9-Folge "Ferne Stimmen" in seinem eigenen Freud'schen Es gefangen war – immerhin sucht sein Unterbewusstsein in beiden Fällen eine angemessene Erscheinungsform.
Gut, an der Darstellung in der Serie  kann niemand mehr etwas ändern, aber wäre es zumindest nicht logischer gewesen, wenn Bashir da Vincis Vorbild zwar genutzt hätte, doch der Folge entsprechend DS9 zu seiner Kathedrale umfunktioniert hätte? Die gotisch anmutenden Pylonen hätten jedenfalls ins Bild einer klassischen 'Kathedrale' gepasst.
Das alles ist jedoch nichts im Vergleich zum Shuttle Sagan. An ihm messen die Ingenieure der Defiant immerhin die selben Symptome wie bei den Insassen (vgl. S. 79), doch während die Passagiere Groundhopping zwischen den Realitäten veranstalten und zwecks Heilung zur 'Kathedrale' reisen, verbleibt das Schiff nicht nur brav im Shuttlebay, sondern wird am Ende sogar noch aktiv für die Rettung ihrer vorherigen Fahrgäste missbraucht (vgl. S. 354). Das alles passt perfekt ins Bild der dürftig hingeschmierten Gamma-Quadranten-Handlung, entspricht jedoch nicht unbedingt dem, was ein halbwegs auf innere Logik vertrauender Leser von Star-Trek-Romanen verdient.

Fazit: Was nützt die schönste Figurenentwicklung, wenn die Handlung nicht über den Status sanfter Berieselung hinausreicht? Wozu die Mühe, den Roman in den breiten Kanon einzuarbeiten,wenn er nicht einmal einfachsten Ansprüchen an die innere Logik genügt? Warum bemüht man eine wissenschaftliche Erklärung zur Rückentwicklung von Personen, wenn man im Endeffekt alle Seriosität mit religiöser Rhetorik wieder verwäscht?
Solcherlei Fragen müssen sich die Autoren Mangels und Martin gefallen lassen, denn ihr Buch Kathedrale krankt an solcherlei internen Widersprüchen. Besonders aber die Abstinenz erzählwürdiger Ereignisse macht diesen Band zu einem bloßen Lückenfüller, denn man auch getrost auslassen kann.

Denkwürdige Zitate:

"Diese Jugend heutzutage... Hört nur noch Krach und hält das für Musik."
Ezri Dax, S. 34

"Danke, Isaac Newton."
Julian Bashir, S. 44

"Holla, holla! Ich schenke hier nur aus. Das Philosophieren überlasse ich den Leuten, die ihr Latinum bei mir lassen."
Quark, S. 136

"Weiß überhaupt jemand im Gamma-Quadranten, wie man teilt?"
Ezri Dax, S. 233

"Dort, im Herzen der Föderation, ist mangelndes Talent nicht gerade ein großes Problem."
Julian Bashir, S. 260

"Wir können Raumschiffe ans Ende der Galaxis schicken, aber wenn's ums Unkraut geht, sind wir machtlos."
Joseph Sisko, S. 362

Bewertung: Viel Lärm um Nichts.

 photo 2er.png

Weiterführende Leseliste:

DS9, Staffel 8, Bd. 01: Offenbarung, Buch I
DS9, Staffel 8, Bd. 02: Offenbarung, Buch II
DS9, Staffel 8, Bd. 03: Sektion 31: Der Abgrund
DS9, Staffel 8, Bd. 04: Portale: Dämonen der Luft und Finsternis
DS9, Staffel 8, Bd. 05: Mission Gamma I: Zwielicht
DS9, Staffel 8, Bd. 06: Mission Gamma II: Dieser graue Geist
DS9, Staffel 8, Bd. 07: Mission Gamma III: Kathedrale

Sonntag, 15. Mai 2011

Das höchste Maß an Hingabe

Buchbesprechung Mangels, Andy; Martin, Michael A.: Das höchste Maß an Hingabe. Cross Cult, 2011.

Photobucket

Story: Die Sicherheit der Erde wird in der Delphischen Ausdehnung verteidigt.
Jedenfalls im Jahr 2153, denn nach einem Überraschungsanschlag einer Xindi-Sonde auf die Erde hat der Planet sieben Millionen Opfer zu beklagen. Die Mission der Enterprise NX-01, das Weltall zu erkunden, wird kurzerhand abgebrochen und durch einen neuen Auftrag ersetzt: Die mysteriösen Angreifer ausfindig zu machen und von einem weiteren, endgültigen Anschlag abzuhalten.
Die Sternenflottenoffiziere um Captain Jonathan Archer erhalten bei diesem besonderen Ausflug in jene Raumregion, in der die Gesetze der Physik auf den Kopf gestellt scheinen, Unterstützung durch eine elitäre Militäreinheit, die den eher auf Forschung ausgerichteten Sternenflottenmitgliedern als schlagkräftige Eingreiftruppe zur Seite stehen soll: Die MACOs.
Doch die langwierige Suche nach Hinweisen, persönliche Tragödien, die beengte Wohnraumsituation und die merkwürdigen Weltraumanomalien bereiten der gesamten Besatzung schlaflose Nächte und verschärfen ferner die latenten Spannungen zwischen Crew und Soldaten.
Als endlich Spuren ausfindig gemacht werden können, die auf Xindi-Aktivitäten in der unmittelbaren Umgebung hinweisen, herrscht plötzlich geschäftiges Treiben auf dem Schiff.
Ein Teil der Crew fällt zwar einer ungewöhnlichen Anomalie zum Opfer, die unter anderem Hoshi Sato und Trip Tucker außer Gefecht setzt und in ein alptraumreiches Koma mündet, doch die Einsatzfreude ihrer Schiffskameraden leidet kaum darunter. Archer, Hayes und Reed gehen zwecks näherer Untersuchungen mit einigen anderen MACOs und Sternenflottenoffizieren auf einen staubigen Handelsplaneten, während sich die Enterprise unter dem Kommmando T'Pols zurückzieht. Archer gelingt es, einen zweifelhaften Weltraumschmuggler zu entführen, der mit den Xindi einträgliche Geschäfte betreibt und mit seinem kleinen Schiff eine nahegelegene Basis der neuen Erzfeinde der Menschheit anzufliegen.
Derweil verfolgt ein von Mayweather gesteuertes, mit MACOs vollgepacktes Shuttle die Abgasspuren von Xindi-Schiffen und stößt auf eine automatisch betriebene Kemocit-Raffinerie.
In einer Gravitationspartikelwolke kommt es schließlich zum großen Showdown: Archer muss erkennen, dass er in eine plumpe Falle getappt ist und Mayweather sieht sich einem militärischen Himmelfahrtskommando ausgesetzt, das kaum ohne Todesopfer zu bewältigen ist...

Lobenswerte Aspekte: Zugegeben, ich zähle zu jenen Star-Trek-Fans, die die letzte Star-Trek-Serie großartig fanden. Angefangen von der Rückkehr zu den Anfängen der Föderation, über den Hauptdarsteller bis hin zum Temporalen Kalten Krieg: Ich denke, diese Serie wurde weit unter Wert verkauft.
Und dennoch haben manche Kritiker nicht ganz Unrecht. Die ersten beiden Staffeln waren, von einigen wenigen Höhepunkten abgesehen, belanglos. Viel zu oft blieb die Serie weit hinter dem Potential zurück (wenn es etwa um die Klärung verschiedener offener Fragen späterer Serien geht). Und: So richtig Fahrt aufgenommen hat die Serie erst mit der vierten Staffel.
Umso trauriger, dass es nie zu einer fünften Staffel Enterprise kam, denn die großartigen Ideen, die zu diesem ungeborenen Kind aufgefahren wurden, lesen sich noch heute großartig.
So sollte die Crew der Enterprise auf die Kzinti treffen, die Wolkenstadt Stratos besuchen und zur Eröffnung einer ersten Sternenbasis beitragen. Zudem sollten auch Figuren wie Flint, die Borg-Königin oder die Spiegeluniversums-Imperatorin Hoshi Sato nochmals thematisiert werden.
Am spannendsten waren allerdings jene Ideen, die sich um die Romulaner drehten, denn immerhin war der Konflikt mit diesen Cousins der Vulkanier ein gewichtiger Faktor zur Gründung der Föderation.
So sollte der "Future Guy" als Romulaner enttarnt, T'Pols Vater als Mitglied jener Spezies vorgestellt und das Sternenimperium als zentraler Bösewicht inszeniert werden.
Wirklich schade, dass dies alles in die Kategorie "ungelegte Eier" fällt.
Aber zum Glück gibt es da noch Bücher!
Dieses Medium bietet nämlich tatsächlich die Möglichkeit, all dieses ungenutzte Potential für den Leser erlebbar zu machen und schon aus diesem Grund muss man diese Buchreihe, die hierzulande mit "Das höchste Maß an Hingabe" startet, als eine der vielversprechendsten bezeichnen, denn die Lücke, die drei fehlende Staffeln im Fernsehen gerissen haben, bietet dem gedruckten Wort die Möglichkeit, in diese Bresche zu springen.
Überraschenderweise setzt dieses Werk allerdings in einer Staffel an, die ich bewusst einmal ausgespart habe. Die dritte Staffel, obwohl sie am Ende der zweiten eingeleitet und mit dem Anfang der vierten abgeschlossen wurde, bildet einen abgeschlossenen Handlungsstrang, der etwas losgelöst vom Rest der Serie erscheint.
Wie Scott Bakula auf der FedCon XX nochmals zu Protokoll gab, war die Story eine Reaktion auf die Geschehnisse des Elften Septembers und aus dem nationalen Schock wurde ein interplanetarer, wenn nicht sogar ein interdimensionaler.
Und wer die Staffel kennt, weiß auch, dass man schnell nicht mehr folgen kann, sobald man auch nur eine einzige Folge verpasst hat. Umso mutiger von Michael A. Martin und Andy Mangels, ihre Roman in diesen eng gestrickten Ereignis-Schlagabtausch zu mischen - direkt zwischen die frühen Folgen "Die Xindi" und "Die Anomalie" (eine spätere Einbindung wäre schon allein aufgrund der engen Handlungsabstände unheimlich schwierig gewesen).
Tatsächlich gelingt es den beiden Autoren, die bereits mit den beiden Titan-Startbändern "Eine neue Ära" und "Der rote König" auf sich aufmerksam machen konnten, einige Themen viel deutlicher herauszuarbeiten, als es in der Serie geschah.
En detail wird hier der Xindi-Rat beschrieben (so erhalten einige unbekannte Mitglieder wie der insektoide Wortführer oder der aquatische Assistent endlich einen Namen) und das großartige daran ist, dass die inneren Streitigkeiten der insgesamt fünf Spezies umfassenden Gemeinschaft hier einmal deutlich zu Tage treten. Der Gegensatz zwischen Insektoiden und Reptilianern etwa, der in "Countdown" verhältnismäßig überraschend seinen Weg an die Öberfläche findet, wird dem Leser hier viel verständlicher (vgl. S. 273ff.).
Auch die Erklärung, warum die MACOs ausgerechnet einen Hai als Wappentier nutzen, findet hier Aufklärung (vgl. S. 30) - auch wenn das unfreiwillig komische daran ist, dass der Kurzflossen-Mako nicht nur ein eher harmloser Zeitgenosse ist, sondern darüber hinaus unter der Bezeichnung "Makrelenhai" zuweilen auch auf der Speisekarte heimischer Restaurants zu finden ist.

Photobucket

Fressen oder gefressen werden?

Ganz besonders großartig war die clevere Art und Weise, wie der legendäre (wenn auch langatmige) Science-Fiction-Klassiker "2001 -Odyssee im Weltraum" in diesem Werk Aufnahme fand (vgl. S. 265f.).
Aufbau, Konzeption und Aufmachung sollten ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Bereits optisch macht der Roman Boden gut, denn mit dem eindringlichen Cover und den stilvollen Kapitellogos gelingt es umso besser, in die Atmosphäre der Serie einzutauchen. Konzeptionell ist besonders jener Teil hervorzuheben, der die eigentliche Geschichte mit einem Exkurs ins 23. Jahrhundert umschließt und in deren Verlauf sich die Wege zweier Star-Trek-Legenden unbewusst kreuzen.
So wirklich überraschend war allerdings der Schluss der Haupthandlung, denn auf dem obligtatorischen Opferradar hatte ich bis Seite 289 noch einen ganz anderen MACO als jenen, der dann schließlich ins kalte Weltraumgras beißen musste...

Kritikwürdige Aspekte: Zu den schlechtesten Staffeln kann die dritte Enterprise-Season ja schon allein wegen seiner beiden Vorgänger nicht gezählt werden. Die Gründe, warum sie jedoch auch nicht zum ganz großen Höhepunkt gereicht, sind zahlreich, können jedoch auf drei Hauptprobleme reduziert werden:

Nummer Eins: Mit dieser Staffel wird das originelle Intro so scheußlich aufgepeppt, dass es Ohrenkrebs verursachen könnte, wenn es so etwas gäbe. Dem Fliegenden Spaghettimonster sei es gedankt, dass dies in Büchern keine Rolle spielt.



Nummer Zwei: Die MACOs sind ein Ärgernis, denn sie bringen ein Ärgernis ins Star-Trek-Universum, dass nur gelegentlich zu spüren war: Militaristischer Stumpfsinn. Es wirkt irgendwie wie der zum Scheitern verurteilte Versuch, ein Stück Stargate mit den Idealen der Sternenflotte zu kreuzen - ein Unterfangen, dass von Anfang an zum Scheitern verurteilt war.

Nummer 3: Am schlimmsten jedoch wiegt die Charakterwandlung des Captains der Enterprise, denn Archers sanftmütige, neugierige und offene Art verkehrt sich plötzlich in eine fanatische, rücksichtslose und unnachvollziehbare Figur, die irgendwie ganz und gar nicht in die Ahnenreihe verdienter Sternenflottencaptains wie Kirk, Picard oder Janeway passen will.

Den MACOs gelingt es auch in diesem Roman nicht, das Bild des tumben Befehlsempfängers und Feuerwerksfanatikers abzulegen. Im Gegenteil; die Entscheidung Changs, mit einer Raumfähre eine völlig unerkundete Xindi-Raffinerie auszuschalten (S. 134ff.), Hayes vorauseilender Gehorsam beim Foltern fremder Lebewesen (vgl. S. 106) und die widerlichen Bestattungsrituale der Militäreinheit (vgl. S. 278ff.) gießen eher noch Öl ins Feuer.
Ein wenig besser aufgearbeitet findet man hingegen Archers neue Charaktereigenschaften, denn in Buchform bietet sich immerhin die Möglichkeit, seinen inneren Kampf zu demonstrieren (vgl. z.B. S. 173ff.). Doch wer die Folge "Die Anomalie" gesehen hat, kennt auch schon die zweifelhafte Grundstory: Ein widerporstiger Außerirdischer zwingt den armen Kommandanten, seine inneren Skrupel zu überwinden und Folter als probates Mittel der Informationsbeschaffung anzusehen. Dadurch, dass besagte Folge nach diesem Buch stattfinden soll, wirkt dies unglaubwürdig und man muss den beiden Autoren vorwerfen, dass sie die Chance verpassen, auf diesen besonderen Wendepunkt in Archers Verhalten adäquat hinzuarbeiten. Archers Vorgehen innerhalb des Buches stellt so nämlich nur einen Spiegel späterer Handlungen dar, anstatt diesen Hintergrund zu verleihen.
Damit sind wir bereits bei einem weiteren zentralen Kritikpunkt angelangt: Der unheimlichen Voraussicht, die an mehreren Stellen zu offen zur Schau gestellt wird.
Natürlich ist es schwierig, einen Roman in eine Staffel einzubetten, deren Ausgang man bereits kennt, doch Hayes' Wissen um eine spätere handfeste Auseinandersetzung mit Reed (vgl. S. 47), die Gewissheit der MACOs, dass die Zerstörung einer einzelnen Raffinerie den Bau der Xindi-Superwaffe verzögern würde (vgl. S. 135) oder Mayweathers Kenntnis darüber, dass er die Exkursion in die Delphische Ausdehnung überleben wird (vgl. S. 303) dürfte den beteiligten Personen anno dazumal noch gar nicht geläufig sein. Solch aposteriorisches Wissen sollte tunlichst vermieden werden, um die innere Glaubwürdigkeit zu wahren.
Einziger Gewinner des Romans ist in diesem Zusammenhang Malcolm Reed. Ausgerechnet dem wortkargen Sicherheitsoffizier obliegt es, als Gegenpol zu Archers Foltergelüsten zu fungieren - tatsächlich zählen diese seltenen Momente zu den stärksten Szenen des gesamten Buches (vgl. S. 108ff oder S. 139ff.). Zudem werden mit den Rückblicken in die Vergangenheit des Engländers seine Aquaphobie und Folterabneigung näher beleuchtet, was dem Charakter wesentlich zugute kommt (vgl. S. 141ff.).
Umso trauriger, dass Reed in der Folge wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen wird und der ihm gebotene Platz nur temporären Charakter hat. Doch warum sollte es ihm besser gehen als all den anderen? Hoshi und Trip müssen sogar in ein Koma versetzt werden (vgl. S. 34ff.), um die Schreiber nicht davon abzuhalten, möglichst wenig über die verblieben Personen zu sagen. Selbst das Figurenpotential von Außerirdischen wie Phlox und T'Pol liegt in diesem Buch völlig brach.

Übersetzung: Na endlich kann das Wort "Ensign" (vgl. z.B. S. 22) offen und frei benutzt werden, ohne dass ich mich darüber beschweren könnte - im Gegensatz zum anderen Cross-Cult-Idiom "Medikit" (vgl. z.B. S. 119, S. 139 oder S. 262).
Übersetzer Bernd Perplies hat darüber hinaus sogar einige Schreibfehler des amerikanischen Originals ausmerzen können, so dass "Lawrence Marvick" (vgl. S. 9) oder "Kemocit-Raffinerie" (S. 267) hier in den richtigen Schreibweisen zu finden sind.
Danke dafür!
Weniger Dankbarkeit mag man hingegen für einen altbekannten Fehler des Übersetzers finden, der bereits in der Rezension zu "Mehr als die Summe" angesprochen wurde. Was mag wohl am folgenden Satz von Seite fehlen?

"Verstehe ich es richtig, dass Ensign Mayweather Sie auf ihrer Außenmission bei der Xindi Tank-Station begleitet hat."

Man kann es ahnen! Es ist nicht, das Wort "Tankstelle" statt "Tank-Station" (im englischen Original "fuel-station"), sondern etwas das in diesem Satz auf Seite 133 zuviel ist:

"Warten Sie?"

Richtig, das Fragezeichen (vgl. zudem S. 186)! Hoffentlich wird das nicht zu einem Markenzeichen des Übersetzers.
Zudem waren auch die vielen Referenzen auf "Terraner" (vgl. z.B. S. 15, S. 276 und S. 277) nervend, da diese Bezeichnung in der deutschen Synchronisation den Spiegeluniversumsmenschen vorbehalten ist. Allerdings ist die Bezeichnung unterschiedslos auch im englischen Original verwendet worden. Nun ist natürlich anzumerken, dass die hinlänglich bekannte amerikanische Universität selbst dort definitiv "Stanford" und nicht "Standford" (S. 217) genannt wird und dass ein "Wasserpolospiel" (S. 217) mit "Wasserballspiel" eine geläufigere Bezeichnung hat, sollte ebenfalls nicht verschwiegen werden (schließlich sagt man hierzulande ja auch nicht "Soccer" zum "Fußball").

Anachronismen: Wozu gibt es eigentlich einen offiziellen Kanon?
Das kann man sich getrost fragen, wenn man dieses Buch liest.
So liest man etwa in der ein- und ausleitenden Handlungsklammer davon, dass ein ehemaliges Besatzungsmitglied der Enterprise im Jahr 2238 - also noch rechtzeitig zum Start der USS Enterprise NCC-1701 unter den Lebenden weilt.
Fein, dachte ich mir, da haben die Autoren wohl auch biographischen Angaben aus dem von Mike Sussman verfassten Display aufgenommen, der aus sentimentalen Gründen sicherstellen wollte, dass die Sternenflottenlegende die Taufe des neuen Namensträgers mit erleben kann.
Aber nix da!
Es stellt sich am Ende nämlich heraus, dass dieser erwähnte Greis niemand geringeres als Charles Tucker III. sein soll.
Da schrillen natürlich sämtliche Alarmglocken, denn wie jeder weiß, starb der Ingenieur der Enterprise bekanntlich 2161 beim letzten offiziellen Flug der NX-01 in "Dies sind die Abenteuer...".
Gut, da hat sich jemand vertan könnte man meinen, doch tatsächlich ist dies pure Absicht! Ohne zuviel verraten zu wollen, kann ich schonmal den Ausblick geben, dass der Tod des Mannes angeblich nur vorgetäuscht war.
Also hab ich mir die Mühe gemacht, die entsprechende Folge noch einmal anzusehen und akribisch auf Anzeichen dafür zu achten, ob diese These durch irgendetwas gestützt werden könnte.
Und tatsächlich: Tuckers zweideutiges Zwinkern, bevor er in die Scannerkammer geschoben wird, Archers und Phlox' verschwörerischer Blick im Anschluss daran, seine Versicherung an T’Pol immer für sie da zu sein und die Tatsache, dass nie eine Leiche des Chefingenieurs zu sehen war, können als Indizien dafür geltend gemacht werden.
Diesen Indizien stehen jedoch knallharte Fakten gegenüber. So sieht sich William T. Riker dieses Programm explizit aus dem Grund an, um den Tod Tuckers mitzuerleben und daraus Lehren für sein eigenes Handeln zu ziehen. Auch Deanna Troi spricht deutlich vom Ableben des Südstaatensprosses (und müsste es ja schließlich als Person aus einer später folgenden Zukunft mit am Besten wissen). Und nicht zu vergessen, dass auch die Trauer T'Pols recht überzeugend wirkte. Und warum sollte jemand Shrans Verfolgung durch zwielichtige Verbrecher inszenieren, um einen Techniker zu einem Undercoveragenten umzuschulen?
Ohne Frage war Trips Tod im überhasteten Serienfinale mehr als überflüssig, unpassend und äußerst bemüht, doch was auf der Leinwand geschehen ist, gilt nun einmal als offizieller Kanon.
Dem zu widersprechen und auch noch einen ziemlich weit hergeholten, hanebüchenen Erklärungsversuch anzubringen, erinnert so stark an die Romane Shatners, der sich ebenfalls nicht mit dem Tod seiner Rolle abfinden konnte, dass ich kaum die Motivation aufbringe, dieses Werk sonderlich ernst zu nehmen.
Die restlichen Anachronismen des Buches erhärten ohnehin den Eindruck, dass das alles gar nicht sonderlich ernst gemeint sein kann.
So erfahren wir, dass sich Hoshi Sato angeblich ein Quartier mit der schwangeren Selma Guitierrez teilt (vgl. S. 25). Davon ist allerdings in "Exil" nichts mehr zu sehen - oder konnte die ohnehin nicht sehr lebensfreudige Söldnerin ihrer verkappten Existenz bis dahin doch noch ein Ende setzen können?
Abgesehen von fragwürdigen Vergleichen des Symbols der Erde mit dem der UNO unseres Jahrhunderts (vgl. S. 279) hat mich doch am meisten verwundert, dass O'Neill bereits auf zwei Schiffen der Daedalus-Klasse gedient hat. Und nicht nur dass; es waren auch noch ausgerechnet die Archon und die Essex!
Das Problem daran ist, dass sämtliche Erwähnungen dieser Schiffsklasse auf eine Zeit nach Enterprise datieren, und da die NX-01 das erste Warp-Fünf-Schiff der Erde ist, erscheint es relativ unwahrscheinlich, dass diese Schiffe aus eigener Kraft Sigma Iota II, Beta III oder Mab-Bu VI hätten erreichen können. Zudem wurde die NX-Klasse bereits 2161 außer Dienst gestellt, während Schiffe der Daedalus-Klasse bis 2196 ihren Dienst verrichteten. Viel eher gilt es daher als wahrscheinlich, dass die Daedalus-Klasse jene nächste Generation von Raumschiffen stellte, die in "Dies sind die Abenteuer..." ehrfurchtsvoll Warp sieben zugetraut wurde.

Fazit: Trotz des großen Potentials einer Fortführung der Serie "Enterprise" in Buchform bleibt "Das höchste Maß an Hingabe" weit unter seinen Möglichkeiten und kann nur punktuell andeuten, zu was sie fähig wäre.
So erfährt etwa Archers innerer Kampf ebenso wie die Gesellschaft der Xindi eine ausführlichere Beschreibung und das Ende kann mit der ein oder anderen Überraschung aufwarten.
Dass ausgerechnet die Wiedergeburt des totgeglaubten Tuckers eine dieser Überraschungen darstellt, ist dann doch zu übertrieben und zeugt von einem Willen zur Dehnung des offiziellen Kanons, die ansonsten nur bei Shatner-Romanen zu erleben ist. Außerdem verpasst es der Roman, echte Entwicklungsverläufe der Charaktere zu zeichnen, dem Zeitrahmen treu zu bleiben und das Potential der Figuren für sich zu nutzen.
Es bleibt immerhin die Hoffnung, dass die folgenden Enterprise-Romane diese Makel ablegen und endlich zeigen, dass die frühe Absetzung der Serie ungerechtfertigt war. Mehr als ein kleiner Richtungsweiser ist „Das höchste Maß an Hingabe“ trotz des unzutreffenden Titels jedenfalls nicht.

Photobucket

Alte Liebe rostet nicht

Denkwürdige Zitate:

"Captain! Seit wann gehört Folter zu unserem Missionsprofil?"
Reed, S. 108

"Warum sind die Dinge in den guten alten flachbildprojizierten Science-Fiction-Filmen eigentlich nie so kompliziert?"
Archer, S. 222

"Und manche von uns haben das Glück, ein Schicksal zu finden, das sie zum Helden macht. Die Glücklosen bleiben derweil zurück und dürfen die Bruchstücke ihrer Leben zusammenklauben."
Guitierrez, S. 294

Bewertung: Holpriger Start.

Photobucket

Samstag, 9. Mai 2009

Titan 02: Der rote König

Photobucket

Buchbesprechung Mangels, Andy; Martins, Michael: Titan 02. Der rote König. Cross cult, 2005/2009.

Story: Die USS Titan ist, nachdem sie von einer Raumanomalie erfasst wurde, plötzlich in der Kleinen Magellanschen Wolke, einer Begleitgalaxie der Milchstraße angekommen. Schon bald bemerkt die Crew um Captain Riker, dass sie dieses Schicksal nicht nur mit den etwa zwei Dutzend gesuchten romulanischen Warbirds sondern auch mit dem Schiff Commander Donatras und einem klingonisches Schlachtkreuzer teilt.
Doch die Ankunft der Fremden ist für viele Neyel, die diesen Teil des Raumes beherrschen, nur eine Nebenerscheinung eines viel bedeutenderen Ereignisses. Die alte Prophezeiung eines erwachenden „Schläfers“, der sämtliches Leben in dieser Galaxis auslöschen wird, scheint mit dem Auftauchen der seltsamen Erscheinung bewahrheitet worden zu sein: Newaerth, eines der Planetensysteme der von Menschen abstammenden Neyel, ist bereits von der bedrohlichen Erscheinung erfasst worden und verschwunden.
Tatsächlich gelingt es der Titan-Besatzung herauszufinden, dass es sich bei dem „Schläfer“ um die ersten Anzeichen eines neu entstehenden Protouniversums handelt, dass den Raum, in dem sich die Milchstraße, die Kleine Magellansche Wolke und überhaupt das gesamte uns bekannte Universum befinden, langsam zerstört, um ihn für die eigenen Umweltansprüche zu transformieren. Zu allem Überfluss findet die wissenschaftliche Abteilung des Sternenflottenschiffes desweiteren heraus, dass es Anzeichen intelligenten Lebens innerhalb dieses sich ausbreitenden Universums gibt und dies stellt Riker nun vor das Dilemma, den "Schläfer" nicht einfach auslöschen zu können.
Nachdem die Titan in Kooperation mit dem Wardbird Donatras schließlich die Rettung der verschwundenen romulanischen Flotte gelingt, verschlimmert sich die Situation unversehens weiter und auch die Heimatwelt der Neyel beginnt plötzlich, sich langsam aufzulösen. Doch obwohl die Kooperation zwischen Romulanern und Föderation bis hierhin gut funktionierte, verweigert Donatra es nunmehr, der Titan bei der Evakuierung des Planeten Oghen Unterstützung zu gewähren.
Allein auf Rikers Schultern lastet also die Verantwortung, die Kernwelt der Neyel zu evakuieren, dem „Schläfer“ Einhalt zu gebieten und Schiff und Besatzung wieder heil nach hause zu bringen...

Lobenswerte Aspekte: Natürlich ist es gemein für jene, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber die Titan wird nicht nur für den Fortbestand der Neyel sorgen, sondern auch wieder in den Beta-Quadranten zurückkehren und den „Schläfer“ zurück ins Traumland befördern. Schließlich gelingt es dem Captain sogar ENDLICH, einen Sinnspruch für die Widmungsplakette zu finden.

Photobucket

UMUK - Ein Grund zum Anstoßen

Es gelingt den Autoren so, allzu offensichtliche Ähnlichkeiten zu den Abenteuern der USS Voyager zu umgehen und tatsächlich den Fokus kommender Romane wieder auf die nähere Umgebung des Föderationsraumes zu legen. Sobald die Titan wieder die heimatlichen Gefilde erreicht, stellt sich eine Vorfreude auf kommende Bücher ein, deren Handlung wieder in einer vertrauten Gegend angesiedelt ist und dem geneigten Leser über das aktuelle Tagesgeschehen einer Föderation in einer Zeit informiert, über die man so schnell nichts neues mehr erfahren wird.
Doch zurück zu diesem, in einer anderen Galaxie verwurzelten Teil der Titan-Saga: Der gesamte Roman hat anscheinend aus den Fehlern des ersten Teils gelernt, denn viele Aspekte sind mit mehr Feingefühl beschrieben. So wurde die Beziehung zwischen Keru und Hawk nicht mehr ganz so pubertär geschildert und auch Commander Vale fällt nicht mehr durch vulgärsprachliche Ausrutscher auf.
Dankbar war ich auch dafür, dass eine Frage gestellt wurde, die mir schon seit längerem unter den Fingernägeln brennt: Warum gibt es so viele Menschen auf den Sternenflottenschiffen? Und warum haben Menschen, selbst wenn es eine größere Anzahl außerirdischer Besatzungsmitglieder gibt, trotz allem die Führungspositionen inne? Eine wirklich gute Frage, auf die nicht einmal Riker eine Antwort weiß. Dieser ironische Umgang mit den eigenen Logikschwächen, der meiner Meinung nach im von Admiral Akaar an Tuvok gerichteten Satz „Es muss ermüdend für sie sein, immer wieder Tausende von Lichtjahren aus dem Föderationsraum geschleudert zu werden.“ kulminiert, macht den Roman recht unterhaltsam und trägt sogar zur Steigerung der Glaubwürdigkeit bei.
Auch die immer wieder aufgegriffenen Informationen aus verschiedenen Star-Trek-Filmen und -Episoden unterstreichen die Verankerung der Geschichte in einem größeren Rahmen. So wird etwa das Protouniversum aus der DS9-Folge „Der Trill-Kandidat“ angesprochen, Rikers in der VOY-Episode „Todessehnsucht“ beschriebener Vorfahr Thaddius Riker thematisiert und der Vergleich der Storr Lofi mit dem Pandorianer Bem ist sogar der TAS-Folge „Gefährliche Prüfung“ angelehnt. Immer wieder finden sich daneben Querverweise auf Ereignisse, die in verschiedenen Büchern nachzulesen sind. Unbekannte Storyelemente hingegen, die bereits im ersten Teil Fragezeichen auf die Stirn zauberten, wie etwa die Ereignisse um das Zerwürfnis zwischen Tuvok und Akaar, werden detailliert aufgearbeitet und nachgetragen.
Abschließend sollten auch einige formale Aspekte lobend erwähnt werden. Die Kapitellänge ist äußerst angenehm und der Lesekomfort verstärkt sich dadurch, dass in den einzelnen Kapiteln auch noch weitere logische Untereinteilungen eingefügt wurden, weiter.
Der Titel des Werkes, der, einer guten alten Star-Trek-Tradition folgend, auf ein literarisches Vorbild anspielt, ist clever mit der Erzählung verwoben und verdient es, gesondert erwähnt zu werden. Auch die Konzeption der Neyel-Sprache, die als Art Pidgin-Englisch funktioniert, bewirkt etwa bei Begriffen wie „Klomter“ (S. 21) statt „Kilometer“, „Vangar“ statt „Vanguard“ (S. 210) oder schließlich den „Oh-Neyel“ statt „O'Neill“ (S. 210ff.) überraschende Wiedererkennungserlebnisse, die der eigentlich unglaubwürdigen Geschichte um die Neyel einen Funken Nachvollziehbarkeit verleiht.

Kritikwürdige Aspekte: Obwohl es durchaus Sinn macht, die Star-Trek-Bücherwelt miteinander zu verbinden, in dem man auch den Inhalt vorangegangener Bücher aufgreift, leidet die Sache im deutschen Sprachraum unter dem Umstand, dass zu viele der betreffenden Werke nie auf deutsch erschienen sind. Zwar werden die Ereignisse noch einmal kurz angesprochen, so dass man keinen direkten Nachteil davonträgt, aber es hinterlässt beim Rezipienten das unangenehme Gefühl, schlecht informiert zu sein. Wenn sich der Verlag cross cult also entscheiden würde, dementsprechende Romane ebenfalls zu veröffentlichen, wäre dies für den deutschsprachigen Leser von großem Vorteil und vor allem von großem Interesse. Vielleicht wäre ein Sammelband mit relavanten Romanen und Kurzgeschichten ja auch ein willkommenes Zubrot für den kleinen Verlag...
Doch zurück zum Roman. Ziemlich doof stößt auch immer wieder auf, dass in diesem Roman eine verflucht große Menge an Zufälle zum Tragen kommt. So sind "zufällig" Tuvok und Adm. Akaar an Bord der Titan, die sich im Neyel-Raum trotz der achtzigjährigen Abwesenheit noch immer bestens auskennen. "Zufällig" beschäftigt sich eines der Besatzungsmitglieder der Titan in seiner Freizeit mit den Computersystemen von Romulanern und "zufällig" ist die Luft innerhalb des ausgehöhlten Asteroiden, der die Neyel vor 200 Jahren hierher brachte, noch immer atembar. Der glücklichste "Zufall" für die Autoren besteht allerdings darin, dass die Schachbretter und ihre Figuren an Bord der Titan nicht wie auf anderen Schiffen der Sternenflotte in klassischem Schwarz-Weiß, sondern, wie Pommes an der Frittenbude, rot-weiß gehalten sind, denn ansonsten hätte der Titel dieses Romans keinen Sinn gemacht.

schachmatt2

Schneeweißchen und Rosenrot – Literatur und Schach treffen aufeinander

Hinzu kommen noch einige Ungereimtheiten, die verschiedene Charaktere betreffen. Warum kennt sich Donatra so gut mit menschlichen Redewendungen aus und warum kenne noch nicht einmal ich als Mensch alle davon? Warum muss der Asteroid, mit dem die Oh-Neyel einst die Kleine Magellansche Wolke erreichten, ausgerechnet „Vanguard“ heißen? Wie zum Teufel sind die Autoren auf die Idee gekommen, dass es unter den verschiedenen Crewmitgliedern, die auf der Titan arbeiten, ausgerechnet einen Horta gibt?
Größter Kritikpunkt ist allerdings der stiefmütterliche Umgang der Übersetzerin Stephanie Pannen mit der deutschen Sprache. Ohne doofe Witze auf Kosten des Namens machen zu wollen, muss man doch festhalten, dass ihr dort einige Fehlgriffe passiert sind.
Die bereits im Vorgängerroman „Eine neue Ära“ nervigen Dativkonstruktionen mit „von“ werden hier nicht nur fortgeführt, sondern auch in ihrer Anzahl weit übertroffen. So liest man ständig eigenartige Formulierungen wie „[...] in der Nähe von romulanischem Raum […]“ (S. 79) „Ein telepathischer Alarm von unserem roten König?“ (S. ) oder „[...] nach Meinung von Dr. Ree [...]“ (S. ) statt „[...] in der Nähe romulanischem Raums [...]“ „Ein telepathischer Alarm unseres roten Königs?“ oder „[...] nach Meinung Dr. Rees [...]“, und diese Beispiele sind nur ein Bruchteil der Menge, die innerhalb dieses Buches mehrmals pro Kapitel zu finden sind.
Im Zusammenspiel mit anderen Fehlern bei der Interpunktion, grässlichen Verwechslungen von „dass“ und „damit“ (z.B. „[...] damit man die trockene Atmosphäre [...] einatmen konnte [...]“ auf S. 55 oder „[...]damit der Vulkanier [...] etwas anderes zu sich nahm [...]“ auf S. 56) oder Übersetzungsabweichungen wie „Triebwerksleistung“, „Schmerzstöcke“ oder „Yacht des Captains“ belegt es trotz eines abweichenden Verlags, dass der Übersetzung von Star-Trek-Romanen hierzulande noch immer eine viel zu geringe Aufmerksamkeit zuteil wird.

Anachronismen: Tuvok, der laut „Tuvoks Flashback“ nach einer Dreijahresmission seine Dienstzeit auf der Excelsior beendete, soll, den Informationen dieses Buches nach, fünf Jahre auf dem Schiff Sulus gedient haben.

Fazit: Der zweite Teil der Titan-Serie schafft es tatsächlich, seinen Vorgänger einzuholen, ohne ihn allerdings zu überholen. Die Story ist um Längen besser, aber um tradierte Gewohnheiten wie etwa eine mit grammatischen Regeln des Deutschen nur schwer vereinbare Übersetzung, auszumerzen, fehlte den Verlegern scheinbar der Mut. Warum sollte man auch den gemeinen Leser von Star-Trek-Romanen durch saubere Satzbildung, fehlerfreie Schreibweisen oder durch die Verwendung von an der Serien und den Filmen orientierten Begriffen grundlos verwirren?
Nichtsdestotrotz schafft es dieser Roman, die versprochene „Neue Ära“ anzudeuten und verstärkt die Neugier auf weitere Titan-Abenteuer.

Denkwürdige Zitate:

Vulkanier sind niemals 'melodramatisch', Commander.“, Tuvok, S. 36

Aber zeige mir ein Raumschiff, das nicht in irgendeinen Konflikt verwickelt oder mit unvorhergesehenen Rückschlägen konfrontiert wurde, während es mit neuen Lebensformen und Zivilisationen zu tun hatte, oder mit abenteuerlichen Konsequenzen durch Raumanomalien umgehen musste … und ich zeige dir ein Raumschiff, das nur in irgendeinem Lehrbuch der Sternenflotte existiert.“ Deanna Troi, S. 53

Er ist der analfixierteste Bolianer, dem ich jemals begegnet bin. Vielleicht ist er deswegen so ein hervorragender erster Offizier.“ Cpt. Akaar, S. 54

Ja, und ich dachte gerade, was für eine tolle Überraschung es war, heruaszufinden, dass bajoranische Männer nicht nur auf ihrer Nase Riffel haben.“ Cmdr. Vale, S. 318

Bewertung: Um Längen besser als sein Vorgänger.

Photobucket

Weiterführende Leseliste:

Titan 01: Eine neue Ära
Titan 02: Der rote König
Titan 03: Die Hunde des Orion
Titan 04: Schwert des Damokles
Titan 05: Stürmische See

Dienstag, 21. April 2009

Titan 01: Eine neue Ära

Photobucket

Buchbesprechung Mangels, Andy; Martins, Michael A.: Titan 01. Eine neue Ära. cross cult, 2005.

Story: Das romulanische Imperium hat auch schon bessere Tage gesehen. Zerfleischt von inneren Auseinandersetzungen und Intrigen und verunsichert durch die ständige Bedrohung des frisch erwachten remanischen Selbstbewusstseins hat die stolze Welt merklich gelitten.
Die Föderation schickt Carepakete und einen Repräsentanten: Niemand geringeres als der frisch gekürte Sternenflottencaptain William Riker befehligt den Hilfskonvoi unter Führung der frisch vom Stapel gelaufenen USS Titan und gerät in den Mittelpunkt von Ränkespielen, Überlebenskämpfen und den Eitelkeiten der einzelnen Beteiligten.

Doch die Aufgabe wird zusätzlich dadurch erschwert, dass die Crew nach Botschafter Spock und einem verschwundenen vulkanischen Agenten suchen muss. Dieser Agent ist zufällig der hinlänglich aus der Fermsehserie "Star-Trek : Voyager" bekannte Tuvok, der auf der Suche nach Botschafter Spock aus Versehen in den Brennpunkt der sozialen Unruhen geriet, die entstanden, nachdem Shinzon den gesamten Senat ermorden ließ. Der Vulkanier verbringt daraufhin mehrere Wochen in den dunklen Verliesen eines barbarischen Gefangenenlagers und überlebt nur, indem er, entgegen seiner vulkanischen Natur, giftige Käfer isst und schließlich von einem einflussreichen remanischen Mitgefangenen beschützt wird.

Riker gelingt es irgendwann doch noch, beide Vulkanier auf sein Schiff zu bringen und löst damit ungewollt die Eskalation der Ereignisse aus. Remanische Einheiten fliegen auf Romulus zu und sind bereit, die Durchsetzung ihrer Ziele notfalls durch die Auslöschung der größeren romulanischen Siedlungen zu erzwingen. Riker steht dem hilflos gegenüber, denn die einzige Verbündete, Commander Donatra, hat den Großteil ihrer Schiffe in einer merkwürdigen Anomalie verloren. Die Titan gerät mitten ins Schussfeld und ist nun auf eine brillante Idee Rikers angewiesen, um das Schiff und den brüchigen Frieden doch noch zu retten…

Photobucket

Aus der Vergangenheit lernen: ein Lösungsansatz, der bei Starship Troopers fehlte

Lobenswerte Aspekte: Titan markiert für den gemeinen Star-Trek-Roman-Leser tatsächlich den Beginn einer neuen Ära, in der gleichermaßen Handlungsstränge aus vorangegangenen Romanen und Episoden sowie Filmen der verschiedenen Star-Trek-Serien verknüpft wurden. Diese Vorgehensweise, die meiner Meinung nach in der Vanguard Reihe ihren Höhepunkt erreichte (zugegeben: Vanguard erschien zwar in Deutschland früher, Titan ist jedoch im englischen Original älter), belebte nicht nur die hierzulande tief im Dornröschenschlaf gefesselte Star-Trek-Bücher-Landschaft neu; weg von sich gegenseitig widersprechenden Büchern die zusätzlich dazu auch noch oft genug mit dem offiziellen Kanon unverträglich waren.

So stützen sich etwa der Charakter des ersten Offiziers Christine Vale oder der des unvereinigten Trills Ranul Keru auf einen im Laufe mehrerer Bücher etablierten Charakter. Sicherlich ist für den deutschen Ottonormalverbraucher von großem Nachteil, dass keines der entsprechenden Werke bislang in Deutschland erschienen ist, aber die gute Absicht ist unverkennbar. Und wer weiß, vielleicht findet sich ja doch noch ein Verleger für Reihen wie „a Time to…“ in unseren Gefilden.
Aus der Serie und den Filmen stößt, abgesehen von vielen nur genannten Personen (z.B. Saavik, M’Ret, Adm. Janeway, Adm. Batanides etc.), auch eine ganze Reihe „Gaststars“ dazu, die beim Leser ein gewisses Gefühl der Vertrautheit erwecken. So begegnet man beim Lesen zusätzlich zu solchen aus Star Trek Nemesis bekannten Gestalten wie Tal’Aura, Commander Donatra oder Commander Suran auch anderweitig bekannten Figuren wie Captain Picard, Worf, Geordi LaForge, Spock, Adm. Ross, Tomalak oder Senator Pardek. Daneben erhielten andere Charaktere, wie der auf dem Boden des romulanischen Senats zerschellte Prätor, einen Namen und geschickt verstanden es die Autoren, die Motive und Ziele der verschiedenen Interessengruppen innerhalb des romulanischen Reiches zu schildern und die multiplen Geschehnisse des Romans selbst mit Folgen, die dem letzten TNG-Kinofilm vorangingen, wie etwa dem TNG-Zweiteiler „Wiedervereinigung“ oder der DS9-Folge „Unter Waffen schweigen die Gesetze“ zu verknüpfen.
Darüber hinaus gibt es auch ein Wiedersehen mit altbekannten Sternenflottenoffizieren, die im Verlaufe des Buches ein Teil der Titan-Crew werden: Melora Pazlar (DS9, „Das Melora-Problem“), Krankenschwester Alyssa Ogawa, Adm. Leonard James Akaar (TOS „Im Namen des jungen Tiru“) und schließlich sogar Tuvok, dessen Identität zu Beginn des Romans noch zurückgehalten wird.

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass „Eine neue Ära“ von all den verschiedenen Charakteren, die an Bord des Föderationsschiffes Titan arbeiten, lebt. Der Mix der verschiedenen Kulturen (nur etwa 15% der Crew sind Menschen) und die daraus resultierenden Möglichkeiten bieten eine Menge Potential. Endlich befreit sich Star-Trek vom Image eines Homo-Sapiens-Clubs und bietet auch den anderen Mitgliedern der Föderation Platz auf einem Raumschiff. Denn mal ehrlich: Dass es eine Föderation mit mehr als hundert Mitgliedern gibt, aber auf allen Föderationsschiffen fast nur Menschen zu sehen sind, ist doch reichlich unglaubwürdig. Titan räumt damit auf, und besonders der neue Chefarzt Dr. Ree, ein saurierähnlicher Pakwah-tanh, ist äußerst gelungen, da er wie kein zweiter so symbolisch für die Problematik einer so unterschiedlichen Crew steht.
Wie diese Crew mit den normalen Dienstabläufen und den kleinen Alltagsproblemen an Bord fertig wird, ist gleichsam interessant; egal ob es sich um die Umweltverhältnisse in den einzelnen Quartieren, den Umgang mit den ehemaligen Feinden oder ungewohnten Problemen während einer Kampfsituation handelt. In diesem Zusammenhang sollte auch erwähnt werden, dass ich die Idee des „blauen Tischs“, an dem sich die Wissenschaftsoffiziere zum Essen und Austauschen treffen, nur logisch finde.

Aber auch andere logische Zusammenhänge fallen bei der Lektüre auf. Die Tarnanzüge aus Star Trek: Der Aufstand für einen Geheimeinsatz zu nutzen, liegt auf der Hand, auch wenn sich schon mal die Frage stellt, warum vorher noch nie jemand auf die Idee gekommen ist. Auch dass Worf die Pflege Spots übernimmt, passt, trotz der in der Zukunft sicherlich heilbaren Katzenallergie des Klingonen, in die allgemeine Chronologie. Doch nicht nur Fragen, die sich aus dem Kanon ergeben, werden beantwortet. Die gleich zu Beginn geschickt angebrachte Lösung für das Dilemma, welche der beiden in verschiedenen Büchern verwendete Bezeichnungen für die Hauptstadt des romulanischen Reiches die richtige ist, beweist, dass Romane durchaus in der Lage sind, die Lücken zwischen den Informationen aus Serien und Filmen zu schließen, ohne unglaubwürdig zu werden.

Abschließend sollte auch noch angemerkt werden, dass dieses Buch durch seine „Extraausstattung“ besticht. Die ausklappbaren Schemata der USS Titan (die übrigens von einem Fan im Zuge eines Preisauschreibens entworfen wurde) und die im Anhang gegebenen Zusatzinformationen runden den Inhalt dieses Buches weiter ab und bilden eine gelungene Ergänzung zu einem Buch, das an einer viel zu spannenden Stelle aufhört.

Photobucket

Ein gefundenes Fressen für Designfetischisten: Das Titan-Centerfold

Kritikwürdige Aspekte: Obwohl der große Reiz dieses Romans in der Divergenz der Crew liegt, sind einige der ohnehin zu zahlreichen Charaktere maßlos überzeichnet worden. Dies wird an zwei Beispielen besonders deutlich: An Ranul Keru und Dr. Bralik.

Ersterer, als homosexueller taktischer Offizier und Sicherheitschef ließ mich während des Lesens desöfteren missmutig mit den Zähnen knirschen. Nicht einmal durch seine Homosexualität - Star Trek war schon immer an der Integration von sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen interessiert und somit halte ich dies nicht für einen Bruch, sondern für einen nachvollziehbaren nächsten Schritt. Was mich an ihm stört, sind die übertrieben geschilderten Verkupplungsversuche und die noch immer anhaltende Trauer um den verstorbenen Exfreund Sean Hawk. Im Vergleich zu ihm, war der ebenfalls gelegentlich sehr in der Vergangenheit verhaftete Benjamin Sisko eine wahre Frohnatur und ein richtiger Lebemensch! Die Schilderungen der, wohl oder übel früher oder später in eine Partnerschaft mündenden, Annäherung zwischen ihm und Kent Norellis würde niemand zwischen Mann und Frau ebenso schildern, da sie sich, ohnehin frei von jeglicher Nachvollziehbarkeit, viel zu aufgeladen von Klischeevorstellungen über Schwule präsentierte.

Dr. Bralik hingegen ist nervig, aber das ist nicht der Punkt meiner Kritik. Ihre Lebensgeschichte als Ferengifrau, die sich durch die Härten des Lebens kämpfte, vor den Reformen Roms in einer Mine arbeitete, verwitwete, Geologie studierte um schließlich in der Sternenflotte zu landen, wirkt viel zu extrem. Im Prinzip hätte sie nicht einmal zu diesen Minen gelangen dürfen, denn Quarks Mutter Ishka hielt in der Folge "Familienangelegenheiten" zu den Reiseaktivitäten von Ferengifrauen fest: "Das würd' ich gern, aber die Tradition der Ferengi gestattet es den Weiblichen nicht, zu reisen.". Nicht, dass es dennoch nicht irgendwo vorstellbar wäre, aber die Ansammlung von so vielen extremen Charakteren mit so bunten und überladenen Biografien an einem einzigen Ort wirkt besonders unglaubwürdig. Man hat das Gefühl, von den Autoren in eine Geisterbahn mitgenommen worden zu sein, in der eine aufwändig inszenierte Attraktion die nächste jagt und man sich irgendwann nach einem simplen, guten alten Kartenabreißer mit einem Bettlaken über dem Kopf sehnt.

Doch diese beiden Personen blieben nicht die einzigen, die mich zuweilen störten. Besonders an einer gelungenen Integration der Figur Christine Vales in den Roman zweifelte ich mehrere Male. Zum einen bereitete mir ihre Blitzbeförderung Bauchschmerzen: Vor einigen Wochen erst zum Lieutenant Commander befödert, wird ihr dank Rikers Abwerbungsversuchen auch noch der Rang eines Commanders verliehen! Wie lange mussten Worf, Data, Geordi, Sisko oder die gesamte Voyager-Crew auf Beförderungen warten, während diese Frau die Rankpins hinterhergeworfen bekommt, als wären es Wertpapiere der Telekom?
Zum anderen empfand ich ihre zu oft zu vulgären Gedanken und Aussprüche nervig. Egal ob es sich um Ausdrücke wie „Scheiße“(S. 260) oder „Hintern“ (S. 118) handelte; egal ob sie nur meinte, dass der Klingone endlich die „[…] Hand von meinem Arsch […]“ (S. 118) nehmen sollte oder darüber nachdachte, den Föderationsalliierten einen „[…]Strahl gegen die wülstige Stirn kotzen[…]“ (S. 117) zu müssen: Eine solche Ausdrucksweise ist eine Spur zu vulgär und lässt sich kaum mit dem sonst so gehobenen Sprachstil in Star Trek in Verbindung bringen.

Generell ließen mich aber auch die Klingonen mit einigen Fragezeichen zurück. Sprechen sich Englisch, bzw. Deutsch? Oder springt der Universalübersetzer ein, um die klingonische Grammatik und das klingonische Vokabular in verstehbare Sätze zu übertragen? Egal welche Variante der Fall ist, warum zum Teufel spricht Khegh immer wieder von „PetaQs“? Entweder hätte der Klingone von allein gewusst, dass der Plural „PetaQpu“ lautet, oder der Computer hätte es ohne lange darüber zu reflektieren mit "Nichtsnutze" oder zur Not sogar mit „Feiglinge“ übersetzt!

Photobucket

PetaQ! Ein klarer Fall für den Klingonenduden

Und was ist mit der guten alten Miranda-Klasse geschehen? Während sie im Dominion-Krieg noch an wirklich jeder verdammten Front in erster Linie kämpften, zieht sie Riker, obwohl ihm drei dieser Schiffe zur Verfügung stehen, wie ein elender PetaQ aus dem Gefecht heraus!
Ebenfalls unklar ist mir, warum Troi einen Counselor-Stab von vier Personen für ein Schiff mit 350 Besatzungsmitgliedern beantragte, obwohl sie auf der Enterprise den gleichen Job für eintausend Personen allein verrichtete.

Wie fast immer muss die Übersetzung des Werkes ebenfalls in die Kritik miteinbezogen werden. Neben einigen Zeichenfehlern, gelegentlich auftretenden Wiederholungsfehlern und einem fragwürdigen Personalpronomen (S. 215, „die Commander“) heißt der große grammatische Schwerpunkt dieses Romans eindeutig „Verwendung des Genitivs“. Entweder will uns der Übersetzer mit seiner Arbeit davon überzeugen, dass es in der Zukunft der Menschheit keinen Platz mehr für den zweiten Fall mehr gibt, oder er kennt ihn selbst kaum noch. So oder so ist es extrem auffällig, wie er mit „von“-Konstruktionen versucht, dem unbeliebten Casus aus dem Weg zu gehen. So liest man an einigen Stellen schon mal über die „[…] Rhetorik von Pardeks Fraktion […]“ (S. 200) oder der „[…] Enthüllung von Pardeks Ermordung […]“ (vgl. u.a. auch „Denkwürdige Zitate“, Eintrag Nr. 1), obwohl es nicht nur einfacher, sondern auch wohlklingender gewesen wäre, von der "Rhetorik der Fraktion Pardeks" oder der "Enthüllung der Ermordung Pardeks" zu sprechen. Schmerzlicher Höhepunkt dieser Dativisierungskampagne ist jedoch zweifelsohne der Satz „Ihre Stimme hallte durch die hohen gewölbten Hallen von Titans primärem Hangardeck“ (S. 60), der frei nach dem Motto „Der Genitiv ist tot – pissen wir noch einmal auf sein Grab!“ (frei nach Kalkofe) zu funktionieren scheint.

Geärgert hat mich an diesem Roman außerdem, dass man die bereits in anderen Büchern immer wieder gern verwendete Übersetzung von Raumschiffbenennungen aufrechterhält. Die „USS Sunrise“ wird hier zur USS „Sonnenaufgang“. Es ist zwar schön und gut, deutschen Begriffen vor englischen den Vorzug zu geben, und ich bin auch wirklich und von ganzem Herzen dankbar, dass weder Medo-Teams auftauchen, noch Starfleet angefunkt wird; aber eigentlich müsste klar sein, dass eine unausgesprochene Konvention die Namen von Schiffen englisch belässt – schließlich gäbe es sonst die „USS Unternehmen“, die Station „Tiefenraum Neun“ oder die „USS Reisender“.
Nachtrag: Inzwischen habe ich herausfinden müssen, dass genanntes Schiff auch im englischen Original "USS Der Sonnenaufgang" heißt. Absolution für den armen Übersetzer und Schande über den Autoren Andy Mangels, dessen Deutschkenntnisse vielleicht größer waren als sein Einfühlungsvermögen zur Benennung von Schiffen in deutscher Sprache. Hierzulande heißen Schiffe nunmal eher "Panther", "Bismarck" oder "Schleswig-Holstein", aber auf dem Sonnenaufgang fußt kaum ein Name für ein Schiff...

Doch zurück zum eigentlichen Roman. Mal abgesehen von den Schwierigkeiten bei der Integration der vielen Charaktere, den kleineren Fehlern und den schon zur Gewohnheit gewordenen Übersetzungsmängeln stört mich ein Punkt ganz besonders.
Natürlich ist so ein Auftaktroman auf die Nähe bekannter Personen angewiesen und es ist auch verständlich, dass die Autoren versuchten, dem Leser ein vertrautes Umfeld zu bieten, um so die Geschichte um die USS Titan mit zusätzlicher Glaubwürdigkeit auszustatten.
Doch viel zu oft greifen die Autoren dabei auf Altbekanntes zurück. So versuchen die Remaner etwa, das Föderationsschiff zu rammen – umgekehrt hatte Picard dies einige Wochen zuvor bereits geschafft.
Nun gut, eine solche Wiederholung, die dann auch noch mit vertauschten Rollen abgewickelt wird, ist durchaus verständlich, aber dass während des Gefechtes auch noch ein Baby geboren wird, hat mich schon etwas stark an das Voyager-Finale „Endspiel“ erinnert.
Stichwort Voyager: Ein Föderationsschiff, dass plötzlich und unerwartet aus dem eigenen Raum verschwindet und weit weit weg vom Föderationsterritorium seinen Weg zurück nach hause finden muss – warum zum Teufel muss der Titan so etwas auch passieren? Und das auch noch mit dem Delta-Quadranten-Veteranen Tuvok an Bord! Das spricht nicht gerade für die Kreativität der Autoren…
Und dann sind da noch die Neyel! Das gefühlte zweihunderttausendste Beispiel für eine Population von Menschen, die vor dem ersten Warpflug ihre Heimat verließen und nun weit von ihr entfernt wiedergetroffen werden! Hat man denn nicht einmal außerhalb der galaktischen Barriere Ruhe vor Menschen?
Ohne schlechtes Gewissen werden einige Elemente wieder aufgewärmt, die es zur Genüge bereits gegeben hat, und man fragt sich schon, ob dies die versprochene Rückbesinnung auf alte Werte und Forschungsaufgaben sein soll. ‚Eine neue Ära' stellt dieses Werk jedenfalls nicht dar, aber ein Buch mit dem Titel ‚Eine verdammt vertraute Ära’ hätte sich wohl schlechter verkauft.

Anachronismen: Das Buch hat den Vorteil, dass es nach dem letzten TNG-Kinofilm erschien und dadurch für einige Zeit sicher davor war, vom Kanon eingeholt zu werden. Die Autoren hatten viele Freiheiten und waren gut genug informiert, um deutliche Anachronismen zu vermeiden.
Doch eines frage ich mich immer wieder: Warum ist in Nemesis die angesprochene „Große Blüte“, also die Raumverzerrung, die nach der Explosion der Scimitar entstand, im Film nicht auszumachen? Dort wird das Schiff zwar zerstört, es gab sogar eine Schockwelle, aber die beschriebene Anomalie ist nirgends zu sehen, und selbst die romulanischen Shuttles konnten die stark lädierte Enterprise erreichen, ohne, wie ihre großen Warbird-Brüder, gleich in einer anderen Galaxie zu verschwinden.

Fazit: Der erste Roman der Titan Serie glänzt mit sauber recherchiertem Wissen, seinen Charakteren und den Gimmicks, die mit in dieses Buch gegeben wurden. Andererseits neigt es zur Überzeichnung von Charakteren, ist gespickt mit Übersetzungsmängeln und erfindet sich, entgegen der Erwartungen, nicht neu.
Trotzdem ist es die Fortsetzung der Star-Trek-Geschichte unter einem gut getroffenen Captain Riker; sicherlich einer der sympathischsten Figuren der gesamten Serien und Filme. Gut und spannend geschrieben erweckt sie, trotz aller vorhandenen Mängel, die Begierde, mehr zu erfahren und den kommenden, hoffentlich innovativeren, Geschichten zu folgen.

Denkwürdige Zitate:

Manieren sind nur eine andere Form von sozialer Unterwerfung, um jegliche Individualität zu unterdrücken.“ Dr. Bralik, S. 161

wa’ Dol nIvDaq matay’ DI’ maQap, ’Aj“ („Zusammen werden wir in einem größeren Ganzen erfolgreich sein.“) Alter klingonischer Sinnspruch, S. 132/133

Ein klingonischer Diplomat. […] Wenn das kein Widerspruch in sich ist.“ Tomalak, S. 327

Ich vermute, dass sich Remaner einander nicht ähnlicher sind, als die Mitglieder anderer Spezies. Ich habe Angehörige meines Volkes gesehen, die das Gute in Person waren. Ich habe andere gesehen, die das pure Böse darstellten. Und ich habe die gesehen, die von einer auf die andere Stufe wechselten und alle Stufen dazwischen.“ Mekrikuk, S. 340f.

Bewertung: Vielleicht keine neue Ära, aber möglicherweise der Beginn einer lesenswerten neuen Serie.

Photobucket

Weiterführende Leseliste:

Titan 01: Eine neue Ära
Titan 02: Der rote König
Titan 03: Die Hunde des Orion
Titan 04: Schwert des Damokles

Titan 05: Stürmische See