Montag, 13. Dezember 2010

Die Jarada

Buchbesprechung Mitchell, V.E.: Die Jarada. Heyne, 1992/1995.

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Story: Eine wahre Sternstunde der Diplomatie steht der Föderation ins Haus. Nach vielen vergeblichen Anläufen scheinen die isolationsfanatischen Jarada endlich bereit, einen grundlegenden Vertrag mit der Vereinten Föderation der Planeten abzuschließen.
Natürlich ist Jean-Luc Picard der Ansprechpartner Nummer Eins für beide Seiten. Zum einen ist er in seiner Funktion als Kommandant des Flaggschiffes der Sternenflotte prädestiniert für diesen Job und zum anderen akzeptieren ihn auch die insektenähnlichen Jarada, da es ihm vor einiger Zeit schon einmal gelang, die komplizierten Begrüßungsrituale des Volkes fehlerfrei vorzutragen.
Doch die Dinge laufen etwas zu glatt für den erfahrenen Diplomaten. Der Vertragstext wirkt verwirrend, die Begrüßung zu unterwürfig und auch die Separierung des Außenteams bereitet dem Captain Unbehagen.
Die leisen Zweifel werden zur schrecklichen Gewissheit, als jeglicher Kontakt zum Außenteam aus dem ersten Offizier William T. Riker, Worf, Dr. Beverly Crusher, Keiko Ishikawa und dem Botaniker Tanaka abbricht und die USS Enterprise zum Ziel plötzlicher Kamikazeangriffe wird.
Auch auf der Planetenoberfläche gerät die Lage völlig aus dem Ruder. Die kurz zuvor noch zuvorkommenden Gastgeber sind scheinbar von unkontrollierbarer Raserei ergriffen und die Leben der voneinander getrennten Besatzungsmitglieder schweben in akuter Gefahr...

Lobenswerte Aspekte: Es gibt wohl kaum eine Tiergruppe auf unserem Planeten, die sich einer derartigen Unbeliebtheit erfreut wie Insekten.
Die uns zahlenmäßig so absolut überlegenen Krabbelviecher sind nicht nur der Albtraum vieler schreckhafter Hausfrauen, sondern auch für den Rest der Menschheit zumindest fremdartig und geheimnisvoll.
Was liegt also näher, als den Schrecken und das Mysterium dieser Lebensformen schamlos auszunutzen und sie zu einem Gegenspieler in einer Science-Fiction-Serie auszubauen?
Naturlich nix!
Da mutet es fast schon traurig an, dass dieser Gedanke bei Star Trek lediglich in den Xindi-Insektoiden Ausdruck fand, die ihrerseits wiederum nur ein Fünftel, beziehungsweise ein Sechstel der Multispezies ausmachten.
Aber zum Glück gibt es die Jarada!
Kaum erkennbar waren sie bereits in „Der große Abschied“ auf dem Hauptbildschirm bestenfalls zu erahnen, doch für mehr als den Auslöser der eigentlichen Holodeckhandlung hat es anno dazumal nicht gereicht.
In diesem sehr spannungsreichen Buch ist der Blick auf die fremde Spezies detaillierter, als es die erste Staffel TNG es jemals hätte schaffen können (tatsächlich verhinderten Kostengründe den im Drehbuch geplanten Auftritt). Zwar bietet selbst das Cover keine Darstellung des Volkes, doch immerhin vermögen es die detaillierten Beschreibungen, ein Abbild vor dem inneren Auge entstehen zu lassen (vgl. S. 21f.).
Zugegeben: im Endergebnis ergibt sich so eine Art Bienenameise mit einer Beinzahl, die eher den Spinnentieren (richtig; Spinnen sind KEINE Insekten!) entspricht; allerdings wirkt die übrige Präsentation verhältnismäßig insektoid. So dienen etwa, wie bei Ameisen, Gerüche als Wegweiser (vgl. S. 34) und weibliche Jarada folgen dem Beispiel der Gottesanbeterinnen unseres Planeten, und töten ihren männlichen Sexualpartner nach dem Akt (vgl. 167).
In diesem Zusammenhang wirkt auch die Namenswelt der Jarada (vgl. S. 64f.) sehr überzeugend, denn die Kombination der einzelnen Teile wirkt für ein so hierarchisch organisierten Staatsapparat ebenso glaubwürdig, wie die blinde Raserei, derer sich das Außenteam erwehren muss.
Die Insektengesellschaft ist also eindrucksvoll recherchiert und steigert das Leseerlebnis. Aber nicht
nur auf entomologischer Ebene versteht das Werk zu glänzen, sondern auch durch seine Einbindung in die Star-Trek-Chronologie.
Deutlich wird dies in erster Linie durch die geschickt eingesetzten Referenzen. Diese beziehen sich nämlich nicht, wie man vermuten könnte, vorrangig auf TNG, sondern schlagen eine Brücke zur ersten Star-Trek-Fernsehserie. Autor V.E. Mitchell gelingt dabei das Kunststück, die einmalige Referenz auf „Fizzbin“ (S. 44) und den zweimaligen Verweis auf „Tribbles“ (S. 166 und S. 214) so behutsam zu integrieren, dass sie nicht wie Fremdkörper wirken, sondern die eigentliche Aussage der Textpassagen unterstreichen.
Dennoch bleibt Mitchell nicht nur auf TOS beschränkt. Ihrem Werk verleiht sie nämlich dadurch Gewicht, dass es eine Lücke schließt, die in der Fernsehserie „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ unter den Tisch des Produzenten gefallen ist.
Erst hier erfährt der geneigte Leser (oder ahnt es bereits nach dem ersten Übelkeitsanfall S. 103) nämlich von der Schwangerschaft Keiko O'Briens, bzw. Keiko Ishikawas (vgl. S. 334). Somit kann sich die Urheberin rühmen, einen Mosaikstein zum Gesamtbild hinzugefügt zu haben, der nicht nur TNG, sondern sogar DS9 betrifft.

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Tribbles - ein zeitloses Kleinod aller Serien

Kritikwürdige Aspekte: Verwirrt hat mich streckenweise schon, dass einer der Hauptcharaktere ausgerechnet „Breen“ (S. 108) heißen muss und damit immer wieder Verwechslungen mit der gleichnamigen Spezies provoziert, die während des Dominionkrieges so dreist wie erfolgreich die Erde angriff.
Wenn man jedoch bedenkt, dass der vollständige Name des Charakters ja eigentlich „Zelk'helvtrobreen“ (vgl. S. 46) lautet und ferner berücksichtigt, dass auch Schlagerbarde Guildo Horn eigentlich ein 'Horst Köhler' ist, kann man getrost darüber hinwegsehen.
Dass die im Buch hin und wieder auftretende Figur allen Ernstes O'Brien sein soll, wirkt da schon zweifelhafter. Unbestreitbar neigt der findige Transporterchief und spätere Chefingenieur gelegentlich zu cholerischen und impulsiven Verhaltensweisen, doch so kratzbürstig und unsympathisch wirkte der verdiente Unteroffizier selbst im Verlaufe aller Episoden TNGs und Deep Space Nines nie. Ganz besonders sein rassistisches, ja fast schon faschistoides Verhalten den insektoiden Jarada gegenüber (vgl. S. 316f.) passt überhaupt nicht zu der Person, die noch in „Der Rachefeldzug“ ähnliche Emotionen den Cardassianer gegenüber deutlich differenzierter behandelte.
Noch enervierender ist nur noch das andauernde Pochen auf nationale Unterschiede zwischen Keiko und Miles.
Gut, Miles O'Brien ist ein Ire, Keiko Ishikawa eine Japanerin.
Na und?
Die ständige Debatte um unterschiedliche gesellschaftliche Traditionen, die dieses Buch viel zu oft bestimmt, passt einfach nicht in die Star-Trek-Welt, in der multikulturelle Partnerschaften zum galaktischen Alltag gehören und oftmals sogar Bindungen über Speziesgrenzen hinweg (Worf und Jadzia, Trip Tucker und T'Pol, Spock und Uhura) sowie deren Spätfolgen (Spock, Deanna Troi oder Alexander Rozhenko) thematisiert werden.
Daher mutet es völlig fehl am Platz an, wenn Mitchell allen Ernstes die japanische Gesellschaft offen mit einem Insektenstaat vergleicht (vgl. S. 96). Eine beleidigende Bemerkung, die mich etwas an die Heuschrecken-Aussage Franz Münteferings erinnerte.
Um die Betonung der irischen Wurzeln O'Briens steht es nicht viel besser, denn sie bildet einen Widerspruch zur Weigerung Colm Meaneys, in der DS9-Folge „Macht der Phantasie“ statt dem Rumpelstilzchen, das schließlich in der Episode auftauchte, wie geplant einem irischen Leprechaun zu begegnen. Meaney selbst erfasste das Problem mit einer Weitsicht, die auch Mitchell gut getan hätte:

Der Gebrauch von Karrikaturen oder Klischees über irgendeine Nation ist weder etwas, dass Star Trek ausmacht, noch ausmachen sollte.
(sehr frei übersetzt nach Memory Alpha)

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Der Ire als solcher: whiskeytrinkend, grün, mit einem Topf voll Gold

Übersetzung: Das Beherrschen der englischen Sprache ist in unserer Kultur längst zu einem Mindeststandard geworden. Egal ob die Musik im Radio, die Slogans der Fernsehwerbung oder die ausschließlich auf die englischen Seiten Memory Alphas verweisenden Links dieses Blogs (zu meiner Verteidigung: diese Seiten sind detailierter, fehlerärmer und zahlreicher als die des deutschen Pendants) – wir verstehen die Trend-Sprache unserer Zeit zumeist so gut, dass wir uns ihrer oft bedienen.
Wörter wie „cool“, „downloaden“ oder „Player“ bilden längst allgemein verständliche Fremd- oder gar Lehnwörter des Deutschen und bereichern die Sprache, die ähnliche Beeinflussung durch Latein oder Französisch ebenfalls problemlos überlebte.
Und natürlich kann man als halbwegs erfahrener Leser der Heyne-Bücher erschließen, dass mit „Starfleet“ (S. 16) jene Organisation gemeint sein könnte, die in der deutschen Synchronisation zumeist als 'Sternenflotte' bezeichnet wird. Auch die Bezeichnung „Scanning“ (S. 14) liegt noch nahe genug am 'scannen' der Synchronisation, um verstanden zu werden.
Liest man allerdings ständig vom „Medo-Scanning“ (S. 29), der „Scanning-Überwachung“ (S. 150) oder über „Scanningergebnisse“ (S. 250), wünscht man sich irgendwann, dass es zu den Einstellungsvoraussetzungen für Übersetzer von Star-Trek-Büchern des Heyne-Verlages gehört hätte, wenigstens einmal die Fernsehserie gesehen zu haben, über die man dort schreibt.
Auf diese Weise wären vielleicht auch so grässliche Bezeichnungen wie „Gesellschaftsraum des zehnten Vorderdecks“ (S. 11) statt 'Zehn Vorne', „Landegruppe“ (S. 9) statt 'Außenteam' oder „Synthesizer“ (S. 139) statt 'Replikator' erspart geblieben.
Um ein Beispiel dafür zu finden, dass es auch ganz anders geht, muss man allerdings nicht erst die vergleichsweise höherwertigen Übersetzungen Cross Cults heranziehen.
Es genügt bereits ein Blick in dieses Buch.
Neben dem „Insignienkommunikator“ (S. 87) findet man dort auch das ungleich ökonomischere „Kommunikator“ (S. 11), anstelle der „Kreisbahn“ (S. 8) den glanteren „Standardorbit“ (S. 14) und während man in zu vielen anderen Werken vom „Starfleet Command“ lesen muss, heißt es hier wenigstens halb richtig „Starfleet-Oberkommando“ (S. 126).
Doch diese Ausnahmeerscheinungen sind bestenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein. Spätestens, wenn man so verquere Formulierungen wie „[...] Wirkung eines Datenmelkens [...]“ (S. 217) liest, läuft ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Ja selbst der Befehl „Abtreten.“ (S. 138) klingt falsch, denn jeder halbwegs über das Militär informierte Mensch wird hier wie ich oder die deutsche Synchronisation das „Wegtreten!“ bevorzugen.
Bedenkt man schließlich, dass die Formulierung

Who counsels the Counselor?

grottenschlecht und ohne jegliches Einfühlungsvermögen mit

Wer hilft dem Helfer Counselor.“ (S. 140)

übersetzt wurde, hat man ein gutes Argument in der Hand, um nur noch das englischsprachige Original zu lesen. Schließlich tragen freiwillige Fehler wie „desaktivieren“ (S. 203) und unfreiwillige wie „Tricoder“ (S. 30) auch nicht unbedingt dazu bei, als Fürsprecher deutscher Übertragungen zu fungieren. Besonders wenn „Dr. Sela“ (S. 328) auftaucht, wird dies deutlich.
Denn Tasha Yars halbromulanische Tochter hat nicht etwa promoviert, um doch noch auf der USS Enterprise dienen zu können - tatsächlich ist 'Dr. Selar' gemeint, die bereits in „Das fremde Gedächtnis“ einen Kurzauftritt absolvierte und noch immer zum medizinischen Stab des Schiffes zu gehören scheint.
Oder wäre 'Medo-Stab' das bessere Wort?
Nein!
Denn obwohl man oft genug von „Medo-Tricorder“ (S. 29), „Medo-Offizier“ (S. 43) oder „Medo-Gruppe“ (S. 318) lesen muss, bricht der Roman mit der Tradition, enthält dem Leser ein 'o' vor und spricht plötzlich vom „Med-Laboratorium“ (S. 303).
Wenn man schon so einen Kunstpräfix verwendet, sollte man wenigstens auf Einheitlichkeit Wert legen.
Doch zurück zum Einfluss des englischen auf unsere Sprache. Besonders Leuten, denen der Film „Starship Troopers“ oder gar das Buch „Sternenkrieger“ ein Begriff ist, dürfte die Bezeichnung 'Bugs' geläufig sein. Dieser Spottname wird auch den Jarada auch im englischen Original zuteil; in der deutschen Übersetzung liest man hingegen lediglich vom „Käfer“ (S. 89). Der Bezug auf ein längst zu den Standardwerken der Science-Fiction gehörendes Buch geht in der unzulänglichen Übersetzung dieses Werkes verloren.
Sehr schade!

Anachronismen: Liest man dieses Buch, so erscheint der Spottname Lwaxana Trois für Worf in einem völlig anderen Licht. Es wird nämlich behauptet, Klingonen seien für manche Tonhöhen empfänglicher als Menschen (vgl. S. 42).
Da macht die Bezeichnung„Mr. Wuff“ gleich viel mehr Sinn, obwohl der Gebrauch von Schallduschen sowie die Reaktionsfaulheit Worfs auf die hohen Töne Datas in „Traumanalysen“ gegen diese Hypothese sprechen.
Und Stichwort 'Hören': Der angeblich unwiederbringlich zerstörte Kommunikator Dr. Crushers (vgl. S. 184ff.) funktioniert plötzlich wieder (vgl. S. 326) – ein schwerer innerer Logikfehler, den man am besten geflissentlich überliest.
Die größte Ansammlung an Widersprüchen vereint allerdings Keiko auf sich.
Als eine der zentralen Figuren des Werkes kommt ihr natürlich größere Aufmerksamkeit zugute. Was im ersten Moment gut klingt, geht von vorn bis hinten in die Hose.
Verwirrend ist bereits Status der Beziehung zwischen Miles O'Brien und Keiko Ishikawa. Beide feiern zwar das halbjährige Jubiläum ihres Kennenlernens (vgl. S. 11), sind allerdings bereits verheiratet (vgl. S. 131).
Das mutet zwar etwas schnell und überstürzt an, aber das ist an und für sich ja noch menschlich, zumal Rosalind Chao vor der Hochzeitsfolge „Datas Tag“ überhaupt nicht auftaucht.
Fragwürdig daran ist jedoch, warum Keiko noch immer den Namen 'Ishikawa' trägt (vgl. S. 42), obwohl sie mit der Eheschließung den Nachnamen ihres Gatten übernahm.
Auch die Angaben, die Botanikerin sei auf der Sternenflottenakademie gewesen (vgl. S. 256) und verfüge sogar über eine Sternenflottenuniform (vgl. S. 265) decken sich überhaupt nicht mit all jenen Informationen, die bereits in TNG und später auch in DS9 zum Besten gegeben wurden.

Fazit: Star Trek ist stets offen für fremde Kulturen.
Jedenfalls in den Serien und Filmen.
Hier hingegen beweisen seitenlange Diskussionen über kulturelle Unterschiede nur zwischen Menschen, dass die Star-Trek-Bücherwelt nicht gleich auf jeden Zug aufspringen muss, der den Gene-Roddenberry-Gedächtnis-Bahnhof verlässt.
Der Verzicht auf eine angemessene Übersetzung und die geringere Schnittmenge zu den in TNG und DS9 gezeigten Figuren Keiko und Miles O'Brien tun ihr Übriges, um einem allzu großen Wiedererkennungswert vorzubeugen.
Warum also dieses Buch überhaupt lesen?
Nun ja, weil es zum Beispiel eine Tiergruppe zum Gegner erhebt, der durch seine bloße Existenz Abenteuer verspricht. Weil es spannend ist und mit kleinen Referenzen auf die Originalserie eine geschickte Brücke zum maßgeblichen Vorgänger schlägt.
Und weil es eine biografische Lücke stopft, die einige Fans interessieren könnte. Wer gelegentlich also beim Lesen das ein oder andere Auge zudrücken kann, bereitwillig offensichtliche Makel zu ignorieren gewillt ist und mal was über eine Spezies hören möchte, die bislang nur beiläufige Erwähnung fand, wird seine Freude an „Die Jarada“ haben.

Denkwürdige Zitate:

Das ist meine Funktion, vergiß das nicht. Irgendwer muß doch dafür sorgen, daß ihr Galionsfiguren vom Offizierstab den Kontakt zur Realität haltet.
Troi, S. 12

Vertrauen ist immer ein Risiko.
Picard, S. 125

Insekten darf man eben nicht über den Weg trauen.
Chang, S. 151

Sie sollten die Zeit wirklich nicht damit vergeuden, Ihrem Untergebenen den Panzer zu polieren.
Vish, S. 296

Bewertung: Löblicher Versuch mit deutlichen Abstrichen.

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Kommentare:

  1. Die Jarada... das ist eines der wenigen Trekbücher, die ich zwar vor gut zehn Jahren gekauft, jedoch nie durchgelesen habe. Irgendwie hat mich die Geschichte einfach nie gereizt.

    PS: Dein Bild als Leprechaun ist Weltklasse!!! :)))))

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  2. Mmmh, pünktlich zum Pioniergeburtstag also eine Rezension über Rieseninsekten...Haben die Jarada auch eine Königin?
    Als Ire machst Du Dich wirklich gut :)

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  3. Sorry, aber ich empfinde es als abwertend, dass Du die Jarada als "Tiergruppe" bezeichnest. Wieso hast Du nicht "Spezies" geschrieben? Würdest Du Menschen, Vulkanier und Klingonen auch als Tiergruppen bezeichnen? Die Jarada haben doch eine dem Menschen mindestens ebenbürtige Intelligenz.

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  4. Du schreibst, die Jarada seien in "The Big Goodbye" bestenfalls zu erahnen, aber wenn ich mich korrekt erinnere, bekommt man sie gar nicht zu Gesicht. Oder meinst Du, dass man sich auf Grund der Stimme ihres Fürsprechers -oder ihrer Fürsprecherin, denn nach einer solchen klingt die Stimme eher- ein Bild von ihnen machen kann?

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  5. Hallo anonyme Person!

    Vielen Dank, dass Du Dir nicht nur die Mühe gemacht hast, diese ganze Rezension zu lesen, sondern darüber hinaus auch noch den ein oder anderen Kommentar hinterlassen hast.
    Zu Deinen Einwänden:
    Ich habe nie behauptet, dass die Jarada eine "Tiergruppe" seien. Dies bezog sich innerhalb des Textes auf Insekten im Allgemeinen, wobei "Spezies", "Tierart" oder "Tiergruppe" verwirrenswerterweise synonym verwendet werden können. Wenn Du aber schon so provokativ fragen möchtest (und ich schätze dies):
    Ja, die Vorfahren der Jarada waren für mich ebenso einer Insekten-Tiergruppe angehörig, wie unsere Vorfahren zur Art der Säugetiere gehörten. Die fiktionalen Jarada hingegen sind, wie die tatsächlich existierenden Menschen auch, eine Spezies. Inspiriert wurden die mehrbeinigen Gegenspieler der TNG-Crew hingegen von einer Tiergruppe namens Insekten. Das war es, was ich behauptet habe.
    Dein zweiter Einwand ist allerdings schwerwiegender, denn tatsächlich waren die Jarada niemals auf dem Bildschirm der USS Enterprise zu sehen oder zu erahnen. Das die Formulierung dies dennoch suggeriert, liegt daran, dass ich in meiner ersten Fassung diesen und den nächsten Satz kombiniert hatte. So war dort zu lesen, dass die insektoide Spezies nur einen kurzen Gastauftritt hatte, bei dem geplant war, sie auf dem Hauptbildschirm zu zeigen, was aus Kostengründen jedoch nie realisiert werden konnte.
    Aus stilistischen und dem Aufbau geschuldeten Gründen habe ich diesen einen Satz in zwei einzelne getrennt, wobei die Wortgruppe "auf dem Hauptbildschirm" aus irgendeinem Grund an seinem alten Platz geblieben ist. Das ist schlichtweg eine dumme Nachlässigkeit gewesen, die vor allem deshalb nicht auffiel, weil der Satz noch immer funktionierte.
    Was natürlich nix daran ändert, dass diese Aussage so falsch ist. Die Jarada waren nie zu sehen oder zu erahnen und auch wenn ich es mir so einfach machen könnte, deiner freundlichen Einladung zu folgen, alles auf den Eindruck der Jarada-Stimme zu schieben, muss ich dann doch einmal zugeben, dass ich einfach mal beim Korrekturlesen geschlampt hab.
    Nichtsdestotrotz belasse ich alles beim Alten. Das liegt allerdings nicht daran, dass ich Deine Bemühungen nicht zu schätzen wissen würde, sondern eher daran, dass ansonsten Deine Kommentare deplatziert wirken würden. So ergibt sich ein vollständiges Gesamtbild aber erst, wenn man selbst die Kommentare gelesen hat. Und wofür sind diese Interaktionsmöglichkeiten denn gegeben, wenn man sie nicht nutzt?

    Also vielen Dank noch einmal von meiner Seite.

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  6. Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!
    Ach so, "Tiergruppen" bezog sich auf Insekten. Sorry, das hatte ich irgendwie nicht verstanden.
    Ich wollte übrigens gar nicht provokativ klingen. Das ist eben einer der Nachteile, wenn man nur via Text miteinander kommuniziert: Man wird leicht missverstanden, weil man weder Stimmlage, noch Betonungen einsetzen kann, um seine Intentionen anzuzeigen.

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  7. Mach Dir keine Gedanken - wie gesagt schätze ich provokative Fragen. Eine meiner ersten Fragen an David Mack bei der letzten FedCon war im Prinzip, ob er Deutsche haßt. Zuerst hab ich mich gefragt, ob sowas nicht vielleicht zu forsch ist, aber entsprechend direkte Fragen haben ja nicht selten auch direkte Antworten zur Folge...

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