Sonntag, 26. Dezember 2010

Mission Gamma I: Zwielicht

Buchbesprechung George III., David R.: Mission Gamma. Bd. 1. Zwielicht, Cross Cult, 2010.

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Story: Monate sind ins Land gegangen, seitdem Kira Nerys' Gewissenstat, das umstrittene Buch Ohalu über die bajoranische Variante von Wikileaks öffentlich zugänglich zu machen, sie die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft ihres Volkes kostete.
Doch der Kommandantin der Station Deep Space Nine ist weder ihr Glaube an die Propheten, noch der an das bajoranische Volk zu nehmen. Aus diesem Grund erscheint der plötzliche Besuch eines unkommunikativen Sternenflottenadmirals gepaart mit dessen nahezu inquisitorischer Neugier wie eine weitere unnötige Prüfung ihrer Leidensfähigkeit. Dass der hochrangige Besuch weniger eine Befleckte, als viel eher eine Schwester im Geiste in ihr sehen könnte, wäre Kira sicherlich als Letztes eingefallen.
Währenddessen muss sich auch jemand anderes mit Admiralsbesuch herumschlagen. Der Andorianer Shar hat zu seinem Leidwesen wieder einmal Besuch von seiner Mutter erhalten. Diesmal hat die Admiralin Charivretha zh'Thane für ihren Sprößling Shar eine ganz besondere Überraschung im Gepäck:
Alle seine Bindungspartner haben die fürsorgliche Erzeugerin begleitet, um den jungen Offizier davon zu überzeugen, mit ihnen nach Andoria zurückzukehren, um dort den Vier-Personen-Paarungsakt mit ihnen zu vollziehen. Der heißblütige Andorianer muss sich also zwischen Familientradition und einer Forschungsmission entscheiden, die zum ersten Mal seit dem Dominionkrieg wieder in den Gamma-Quadranten führen soll.
Endlich wieder zu forschen ist der Impuls, der auch Elias Vaughn antreibt. Den ersten Offizier der Station, der während der Dauer der 'Mission Gamma' zum Captain der umgerüsteten Defiant ernannt wurde, plagen neben familiären Problemen eine Vielzahl weiterer, tief sitzender Erinnerungen, derer er sich noch gar nicht bewusst ist. Erst in der Ödnis eines mittlerweile unbewohnten Planeten, der als Ursprungsort eines todbringenden Energieimpulses ausgemacht wird, sieht sich erneut mit längst verschüttet geglaubten, schmerzhaften Episoden seiner Vergangenheit konfrontiert, die er sich nicht erklären kann...

Lobenswerte Aspekte: Der erste Blick auf „Zwielicht“ ist trügerisch.
Das immense Gewicht, die horrende Seitenzahl und die Tatsache, dass es gerade einmal der Auftakt einer in sich geschlossenen, vierteiligen Buchserie sein soll, kann auf den ersten Blick recht abschreckend wirken.
Wenn man sich jedoch überwindet, wird man die ein oder andere Überraschung erleben. So empfand ich die Geschichte verglichen mit den Vorgängerromanen als nahezu abgeschlossen. Die Handlung wird nicht mit einem abrupten, unsinnigen und nur vermeintlich spannungssteigernden Höhepunkt abgewürgt, sondern hat ausreichend Platz, um den Leser für seinen Durchhaltewillen zu belohnen.
Belohnt wird ferner, wer sich etwas im Star-Trek-Universum auskennt. Neben den längst zum Standard gereiften Referenzen auf Folgen („Auge des Universums“ vgl. S. 111, „Der Streik“ vgl. S. 128f. oder „Die Belagerung von AR-558“ vgl. S. 131) glänzt Autor David R. George III durch versteckte Kleinsthinweise wie auf die Vorliebe der Jem'Hadar zu stehen (vgl. S. 75), die Beschreibung der Form eines Spanners (vgl. S. 99, allerdings passt die Beschreibung eher auf einen Flusskopler) oder die verschiedenen Verben der Ferengi-Sprache für Regen (vgl. S. 172) werden wohl nur für Kenner auf Folgen wie „Das winzige Raumschiff“, „Empok Nor“ oder „Die Reise nach Risa“ zurückzuführen sein.
Was aber nicht bedeuten soll, dass dieses Werk frei von Überraschungen ist. Beispielsweise ergänzt der Autor den offiziellen Kanon um die Erwerbsregeln 53 („Vertrauen Sie niemandem, der sie überragt“) und 235 („Ducken Sie sich, denn der Tod ist groß.“, beide S. 130).
Und auch alle, die erwartet haben, dass das neuerliche Beitrittsgesuch Bajors zur Föderation nun problemlos über die Bühne gehen sollte, sieht sich eines besseren belehrt. Konfessionelle Machtkämpfe und tief sitzender Hass gegen die Cardassianer drohen die geplante Aufnahme zu sabotieren und werfen düstere Schatten in die Zukunft.
Eine Zukunft, in der Ezri Dax ja bekanntlich zum Captain ernannt werden wird. In diesem Buch kann man den Reifungsprozess der jungen Trill vom Counselor zur fähigen Kommandantin hautnah mitverfolgen. Und wer von ihren Kommandoentscheidungen und ihren Schwierigkeiten liest, ihren eigenen Weg zu finden, kann dem späteren Befehlshaber der USS Aventine mit weitaus weniger Argwohn begegnen. Direkt schade, dass Cross Cult Destiny VOR diesem Buch herausbringen musste.
Aber so ziemlich jeder Charakter reift in diesem Buch wie ein französischer Käse in der Höhle.
Egal ob Nog, der seinen Hass Jem'Hadars gegenüber verstärkt, Prynn Tenmei, die ihrem Vater Elias Vaughn zu verzeihen beginnt oder Shar, der verzweifelt gegen sein genetisches Erbe ankämpft - allen Charakteren gelingt es, unter der einfühlsamen Feder des Autoren zu wachsen und gedeihen.
Selbst der Austauschstudent Taran'atar erhält diese Gelegenheit und nebenbei bemerkt: Das Kapitel, in dem der gezüchtete Supersoldat den Kindergarten der Station besucht, ist der heimliche Höhepunkt des Buches. Die großartige Szene ist ein grandioses Plädoyer für die zeitlose Unvoreingenommenheit von Kindern und der erste Moment, in dem die heile Welt und die einfachen Erklärungsmuster des Retortenkriegers Risse zeigen.

Kritikwürdige Aspekte: Vielleicht ist „Zwielicht“ auf den ersten Blick doch nicht so trügerisch.
Mit sage und schreibe zweiundsiebzig Kapiteln und fünfhundertachtundsiebzig Seiten Text ist es kein Buch, dass man mal so eben nebenbei lesen könnte. Das allein wäre ja zu verschmerzen, denn es gibt hierzulande glücklicherweise genug willige Leseratten, die sich von quantitativen Argumenten nicht abschrecken lassen.
Aus diesem Grunde sollte man also mal auf qualitativer Ebene genauer hinsehen. Da muss man schon anmerken, dass dieser Roman einen verdammt langen Anlauf benötigt, bevor es überhaupt in irgendeiner Form mitreißend wird. Schier endlos anmutende Passagen zur Einführung, ausgedehnte Erläuterungen sowie ellenlange Rückblenden sorgen im Zusammenspiel dafür, dass erst ab Seite 210 so etwas wie Spannung aufzukommen vermag.
Die bezieht sich dabei lediglich auf die Komplikationen der Defiant-Forschungsmission im Gamma-Quadranten, während die anderen Teile der Handlung um den Föderationsbeitritt Bajors, Shars Reproduktionsscheu oder Kasidys Expeditionen ins Bajoraner-Reich zwar unterhaltsam, niemals jedoch fesselnd sind.
Und auch die vermeintliche Forschungsmission versteht nur an deren Beginn zu überzeugen. Dax' außerkörperliche Erfahrungen, Vaughns Reise ins Ich und die Survivalerfahrung Prynns und Shars gehen bei weitem nicht so sehr unter die Haut, wie die Schilderungen um die Katastrophe auf dem Heimatplaneten der Vahni Vahltupali.
Betrachtet man also den Umfang des Buches, die endlose Entwicklung der Handlung und die vielen akribischen Schilderungen, wirkt es schließlich beinahe wie ein schlechter Witz, dass der Abschluss des Erzählstrangs um die neuen Abenteuer der Defiant lächerlich wenige Seiten umfasst und in etwa so glaubhaft wirkt, wie Präsident Bushs Beweise für ABC-Waffen im Irak.
Dabei kann man das sogar noch irgendwie verschmerzen.
Noch unglaubwürdiger war in meinen Augen nämlich nur eines: Die sich anbahnende Romanze Ro Larens mit Quark.
Nichts gegen Armin Shimerman, doch der von ihm porträtierte Barchef hatte in etwa den erotischen Reiz und die sexuelle Anziehungskraft, die auch Mr. Bean ausstrahlte. Dass ihm ausgerechnet Ro Laren ins Netz gehen soll, ist zwar eine nette Geste (die vielleicht zeigen soll, dass auch männliche Star-Trek-Fans äußere Unzulänglichkeiten herunterspielen können, um eine flotte Mieze abzugreifen), wirkt aber nicht sehr glaubwürdig für eine Frau, deren letzter bekannter Kopulationspartner immerhin William Riker war.
Es ist ja noch nicht einmal, dass man es Quark nicht gönnt, aber die Beziehung ist etwa so realistisch wie eine Beziehung zwischen Sisko und Janeway, Deanna Troi und Harry Kim oder Chekov und T'Pol. Beide so teenagerhaft verknallt zu erleben, schmeckt eher nach schlechter Fanfiction, als nach guter Charakterentwicklung.

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Schmunzette auf Teenagerniveau: Quark ♥ Ro!

Übersetzung: Der Umfang des Werkes ist sicherlich kein Spaziergang für den Übersetzer. Auf der Facebook- und Twitter-Präsenz der Star-Trek-Roman-Abteilung konnte man im Vorfeld von einigen im Lektorat ausgebügelten Fehlern lesen und um so erfreulicher, dass sie sich trotz der wahren Flut an potentiellen Fehlerquellen in Grenzen halten.
Was natürlich nicht gleich heißen soll, dass es nichts zu beanstanden gäbe.
Hier und da begegnet uns ein falsches Satzzeichen (Punkt statt Fragezeichen, S. 60), eine falsch verwendete Zeitform („danke“ statt 'dankte', S. 238), ein unglücklich gewählter Kasus („wegen dessen“, S. 229), Schnitzer in der Groß- und Kleinschreibung („Schlimmer“, S. 266) oder Tippfehler („Versorgungstirm“, S. 456). Die Verteilung und Häufigkeit geben jedoch keineswegs Anlass zur Kritik.
Statt dessen habe ich mich sogar aufrichtig darüber gefreut, dass mit „blümerant“ (S. 264) ein vom Aussterben bedrohtes deutsches Wort Aufnahme gefunden hat. Ferner gefiel mir, dass ich mich mal schlau machen musste, wass „haptisch“ (S. 492) überhaupt bedeutet. Besonders angetan war ich allerdings von der kreativen Übersetzung „Sternenflottenfuzzis“ (S. 138) für „starfleet type“, die ich aus dem Munde Quarks als äußerst nachvollziehbar empfand.
Getrübt haben mich drei andere Dauerfehler.
So wird in den Erwerbsregeln eigentlich durchweg geduzt, und nicht, wie hier zu lesen, gesiezt (vgl. 130).
Zudem existiert mit dem deutschen Begriff „Fähnrich“ ein allgemein bekanntes Äquivalent für den Begriff „Ensign“ (z.B. S. 176). Während der englischsprachige Begriff nämlich im 22. Jahrhundert (also in der Serie Enterprise) verwendet wurde, fand in den zeitlich naheliegenderen Serien stets der deutschsprachige Rang Anwendung. Neben Fähnrich Harry Kim, Fähnrich Wesley Crusher und Fähnrich Pavel Chekov war es insbesondere Ro Laren, die diese Bezeichnung sogar in den Titel einer deutschsprachigen Episode hievte: „FÄHNRICH Ro“.
Englisch belassen kann man hingegen ruhig das auch im deutschen so genannte „Medkit“. Die hier aufgeführten zahlreichen Erwähnungen von „Medikit“ (S. 334, S. 347, S. 388, S. 389, S. 391, S. 394 und S. 466) erinnern schließlich zu sehr an die schrecklichen „Medo“-Kombinationen der alten Star-Trek-Übersetzungen des Heyne-Verlags.

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Zwar noch nicht ganz richtig - doch die gute Absicht ist erkennbar

Anachronismen: „Zwielicht“ liegt in einem Graubereich zwischen Kanon und guter Idee. Damit meine ich noch nicht einmal die Bücherwelt, derer man spätestens in dem Augenblick gewahr wird, wenn man mit Bowers und Leishman von zwei Offizieren liest, die in Destiny noch immer unter Ezri Dax dienen.
Nein, das Problem liegt ganz woanders.
Es ist blau, hat Fühler und spielte eine gewichtige Rolle in Star Trek: Enterprise.
Die Rede ist selbstverständlich von den Andorianern.
So erfuhr der Zuschauer in „Die Aenar“ erstmals, wie die Heimatwelt der schlumpffarbenen Außerirdischen tatsächlich aussieht. Er sah dort mit eigenen Augen, dass Andoria ein eisbedeckter Mond um einen Gasriesen ist, der seine Bewohner nicht mit allzu hohen Temperaturen verwöhnt. Nur gelegentlich verursachen als Hitzewellen empfundene Erwärmungen Angaben knapp über dem Gefrierpunkt.
In diesem Zusammenhang ist es schon verwunderlich, dass an gleich zwei Stellen behauptet wird (vgl. S. 178 und S. 448), dass Andorianer höhere Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte bevorzugen würden.
Zudem wird bereits in der TOS-Folge „Wenn die Götter zerstören“ festgehalten, dass Andorianer nicht auf intravenöse Injektionen reagieren (vgl. S. 389)
Ebenso fragwürdig mutet die Praxis an, vier Geschlechter zu Fortpflanzung zu benötigen. Immerhin deutet in „Dies sind die Abenteuer...“ nichts darauf hin, dass außer der Aenar Jhamel und Shran noch jemand an der Erzeugung Tallas beteiligt gewesen wäre und auch die Bemerkungen Shrans zu Talas in „Babel“ legen nahe, dass bei Andorianern Männlein und Weiblein zur sexuellen Reproduktion völlig ausreichend sind.
Allerdings gab Data in „Datas Tag“ zu Protokoll, dass eine andorianische Hochzeit vier Personen umfassen würde.
Auf diese Informationen gründet sich ein Andorianer-Bild in der Star-Trek-Literatur, dass zwischen vier verschiedenen Geschlechtern unterscheidet: zwei eher weiblichen namens shen und zhen und zwei eher männlichen namens chan und thaan. Aus diesem Grund lautet der Nachname Shars auch ch'Thane: der Präfix „ch'“ steht für sein Geschlecht.
Leider ist dieses Bild nur noch schwer mit dem offiziellen Kanon vereinbar.
Die 2005 gesendete vierte Staffel der Serie konnte auf das 2002 in den USA erschienen Buch natürlich keinen Einfluss nehmen und ganz persönlich empfinde ich es als besonders fahrlässig von den damaligen Enterprise-Autoren, die hier aufgeführten Ideen nicht umgekehrt für ihre eigenen Drehbücher aufzugreifen. Die Vierteilung der Geschlechter ist immerhin ein Aspekt, der die andorianische Gesellschaft fremdartiger und damit auch interessanter macht.
Das in „Zwielicht“ präsentierte Andorianer-Bild ziehe ich dem der Serie bei weitem vor – auch wenn das bedeutet, die Informationen aus der bislang letzten Star-Trek-Serie an den Rand ihrer Strapazierfähigkeit interpretieren zu müssen. Denn unter uns: Die anderen beiden Eltern Tallas hat man bloß nie zu Gesicht bekommen, weil es nie eine fünfte Staffel Enterprise gab...
Eine andere Sache sorgt außerdem für Stirnrunzeln.
Obwohl auf Seite 49 noch absolut richtig von 800 Millionen cardassianischen Opfern durch den finalen Akt des Dominion-Krieges berichtet wird, schraubt sich diese Angabe auf Seite 61 auf lediglich 800.000 herunter. Daran ist allerdings weniger der Autor David R. George III. Schuld, als vielmehr der Übersetzer Christian Humberg, der im Eifer des Gefechtes die Mengenangabe falsch übertragen hat.

Fazit: „Zwielicht“ ist tatsächlich ein Spiel von Licht und Schatten.
Zum einen ist es ein unerlässlicher Bestandteil der Star-Trek-Bücherwelt, in dem besonders der Charakterentwicklung sehr, sehr viel Platz gelassen wird und dafür, dass es den Auftakt einer vierteiligen Reihe bilden soll, wirkt es sogar vergleichsweise in sich geschlossen.
Andererseits benötigt es ein zu große Warmlaufphase und der Umfang steht in einem scharfen Kontrast zum völlig überfallartigen Ende. Auch Quarks und Ro Larens kitschige Romanze wirkt etwas fehl am Platz.
Lesenswert ist es allerdings schon allein wegen der näheren Betrachtung andorianischer Kultur, die zwar vielleicht mit dem offiziellen Kanon auf Kriegsfuß steht, dafür aber die eindeutig interessantere Geschichte zu bieten hat.

Denkwürdige Zitate:

Ich betreibe eine Bar, keine karitative Probierstube.
Quark, S. 261

Die Sternenflotte sollte ihre Shuttles aus dem Material bauen, aus dem ihre Überlebenskoffer bestehen.
Vaughn, S. 348

Die Schuld liegt immer bei den Bauern, nie beim König.
Quark, S. 420

Selbst ein Folterknecht ist Gesellschaft.
Vaughn, S. 546

Bewertung: Licht und Schatten.

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Weiterführende Leseliste:
DS9, Staffel Acht, 01: Offenbarung, Buch 1
DS9, Staffel Acht, 02: Offenbarung, Buch 2
DS9, Staffel Acht, 03: Der Abgrund
DS9, Staffel Acht, 04: Dämonen der Luft und Finsternis
DS9, Staffel Acht, 05: Mission Gamma I: Zwielicht
DS9, Staffel Acht, 06: Mission Gamma II: Dieser Graue Geist

Kommentare:

  1. Wo zum Geier hast du dieses DS9-Baseball Cap her?? :)

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  2. Frisch zu Weihnachten bekommen ;)

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  3. Zur fähnrich/ensign-debatte siehe hier

    http://www.comicforum.de/showthread.php?t=91798&page=83

    und hier

    http://sto.buffed.de/board/showthread.php/13968-Guide-Korrekte-Anreden-amp-Rangstrukturen

    Ganz persönlich halte ich es aber wie du. ensign wird im 22. jahrhundert bei archer benutzt, danach setzte sich fähnrich durch. irgendwelche ausnahmen von der regel in irgendwelchen schlecht übersetzten frühen kinofilmen können in anbetracht der ohnehin miesen deutschen übersetzung nicht geltend gemacht werden.

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  4. Das ist ein ganz schön langer Schinken mit einigen Längen. Ich finde die besten Szenen spielen nachwievor auf der Raumstation DS9. Den Ausflug in den Gamma-Quadranten hätte es gar nicht unbedingt gebraucht.

    Die Kindergartenszene war tatsächlich ziemlich genial. Leider wurde Taran'atar in der zweiten Hälfte des Buches etwas vernachlässigt. Irgendwie habe ich insgesamt den Eindruck, dass das Buch zuviel Charakterentwicklung auf einmal will. Alle dürfen sich ein bisschen entwickeln und das Buch bekommt dadurch nicht nur eine unglaubliche Länge, sondern verpasst die Chance sich auf ein paar Charaktere zu fokusieren und diese genauer zu studieren. Zudem sind es dadurch mitunter zu viele Handlungsstränge gleichzeitig. Da kommt ein neues Kapitel mit Kasidy und ich weiß schon gar nicht mehr, was im letzten Kasidy-Kapitel passiert war.

    Diesen ganzen Mist mit den Traumsequenzen und den Schuldgefühlen von Vaughn hätte man sich angesichts des plötzlichen Endes dann doch schenken können.

    Die Romanze zwischen Ro Laren und Quark fand ich hingegen ganz erfrischend. Sicher ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass die beiden zueinander finden, aber wo die Liebe eben hinfällt, kann man nicht beeinflussen. Außerdem war Quarks Gestammel und sein Balzverhalten doch teilweise auch ganz amüsant.

    Fazit: Wären die Vahni Vahltupali, statt von einem über Träume kommunizierenden Wesen aus einer anderen Dimension, einfach nur von einer amoklaufenden Raumsonde angegriffen wurden, dann wäre das auch nicht weiter schlimm gewesen. Die besten Szenen spielen eh auf der Raumstation DS9 und das bisschen Entwicklung in der Beziehung zwischen Vaughn und seiner Tochter Prynn hätte man auch flotter in einer kürzeren Mission auf der Raumsonde erzählen können.

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