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Mittwoch, 6. Oktober 2010

Die Föderation

Reeves-Stevens, Garfield; Reeves-Stevens, Judith: Die Föderation. Heyne, 1994/200.

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Story: Als der junge Zefram Cochrane den Warpantrieb das erste Mal erfolgreich testet, braut sich am Horizont bereits ein Gewitter ungeahnten Ausmaßes zusammen, denn statt die Erde mit dem neuen Ziel der friedlichen Erforschung und Besiedlung des Raumes zu einen, muss er mitansehen, wie sein geliebter Heimatplanet von seinen eigenen Bewohnern in Schutt und Asche gelegt wird. Vermittlungsversuche seinerseits verkehren sich ins absolute Gegenteil und schließlich gerät der brillante Physiker selbst in den Fokus einer faschistoiden Bewegung, die von ihm verlangt, die Konstruktionspläne eine Wunderwaffe zur Erringung des globalen Endsieges herauszurücken.
Selbstverständlich weigert sich der moralisch integere Cochrane, diese Superwaffe in die Hände eines wahnsinnigen Fanatikers zu übergeben, zumal die sogenannte 'Warpbombe' ohnehin nicht realisierbar wäre. Als die Trümmer des dritten Weltkrieges schließlich beiseite geräumt werden und die Menschheit endlich zueinander findet, verblasst die Erinnerung an diese Horror-Zeit schnell im Angesicht neuer technischer Innovation und bahnbrechender Entdeckungen.
Doch mit dem tragischen Unfalltod seiner Frau auf Alpha Centauri wird Cochrane schnell wieder ins Bewusstsein zurückgerufen, dass er diese Rechnung ohne den Wirt gemacht hat. Noch immer jagt ihn sein Erzfeind Thorsen, um in dem Besitz der angeblichen Massenvernichtungswaffe zu gelangen. So macht sich der in die Jahre gekommene Warppionier auf eine vermeintlich letzte Reise, und verschwindet spurlos.
Seine Reise führt ihn schließlich ins dreiundzwanzigste Jahrhundert, wo er auf niemand geringeren als die Sternenflottenlegende Kirk trifft. Aber die zur Genüge in „Metamorphose“ geschilderten Ereignisse bedeuten noch lange nicht, dass der Erdenheld mit seinem fleischgewordenen Companion nun seinen Frieden auf einem abgelegenen Planetoiden gefunden hätte. Die Vergangenheit holt ihn erneut ein und ein verzweifelter Notruf erreicht die Sternenflotte und damit auch James Tiberius Kirk, der sofort zu erneuten Rettung eilt. Seine Bemühungen enden jedoch damit, dass Cochrane erneut in die Zukunft geworfen wird, und dort eine weitere Sternenflottenlegende kennenlernen darf: Jean-Luc Picard...

Lobenswerte Aspekte: Die erste Begegnung mit diesem Buch war eine recht folgenschwere. Vor allem schwer, denn die knapp 600 Seiten verfügen über ein gewisses Abschreckungspotential und so staubte das Buch eine geraume Zeit lang unbeachtet in meinem Regal ein. Erst die Sehnsucht nach anspruchsvollerer Lektüre in der Septemberlücke, die die Veröffentlichungsschwierigkeiten bei cross cult in den Herbstanfang riss, lenkte dieses Werk zurück in meinen Aufmerksamkeitsbereich.
Dabei erwies sich der Titel „Die Föderation“ im ersten Moment als nicht minder abschreckend, zumal sich bereits ein ähnlich umfangreicher Roman mit den Gesetzen derselben beschäftigte.
Aber nur „Die Föderation“? Kein Wunder, dass das Buch einen so großen Umfang aufwies, denn die Entwicklung einer solchen Gemeinschaft muss quasi zwangsläufig eine große Menge Papier für sich beanspruchen.
Der Buchtitel mag also im ersten Moment fad und eher aussagearm daherkommen, doch während des Lesens wird allmählich klar, wie einfach, doch genial er gewählt ist, denn er gilt weniger der Geschichte der Institution, als vielmehr den romantischen Idealen, die mit dem Begriff als solchem verknüpft sind.
Und das ist lediglich der Anfang eines Husarenstückes aus der Feder eines Ehepaares, das sich vormals in erster Linie als Sidekick für die Ego-Romane William Shatners unter der Star-Trek-Leserschaft einen Namen machte. Allerdings wusste niemand so genau, wo das Engagement Shatners begann, und jenes der beiden Reeves-Stevens-Eheleute aufhörte. Wer jedoch dieses Buch selbst gelesen hat, erkennt schnell, dass der Anteil des Schauspielers an seinen 'eigenen' Romanen relativ gering ausgefallen sein dürfte.
Wie bereits aus diesen ‚gemeinsamen’ Werken gewohnt, geizt auch dieses beileibe nicht mit Querverweisen, die – der Natur des Themas folgend - vor allem TOS (vgl. z.B. S. 24, S. 46 oder S. 298) und TNG (vgl. z.B. S. 46, S. 136 oder S. 296) betreffen. Während manche dieser Referenzen so offensichtlich sind wie die Begegnung Picards mit Sarek (vgl. S. 86ff.) oder Kirks Zusammentreffen mit demselben (vgl. S. 64ff.), sind andere so subtil, dass sie sich beispielsweise auf etwas so banales wie die kurz im Hintergrund verwendeten Fahnen in „Der Mächtige“ beziehen (vgl. S. 29) oder das Schreckgespenst „Jack The Rippers“ (das entgegen der auf Seite 266 geäußerten Erwartungen tatsächlich in „Der Wolf im Schafspelz“ noch einmal körperliche Gestalt annehmen sollte) in Erscheinung treten lassen.
Überhaupt macht plötzlich vieles Sinn, was in der originalen Serie scheinbar nur so dahin gesagt wurde. So klären Reeves-Stevens endlich einmal, warum der Erfinder des Warpantriebes von nachfolgenden Generationen denn ausgerechnet „Zefrem Cochrane von Alpha Centauri“ genannt wird (vgl. S. 60). So entspinnt sich mit jeder neuen Seite mehr und mehr ein Geflecht aus nachvollziehbaren neuen Informationen, die nahezu nahtlos an wortgetreue Äußerungen aus der Serie anknüpfen. Den beiden Urhebern gelang eine auf all den 600 Seiten nie langweilige Kopplung dieser Komponenten zu einer zusammenhängenden Geschichte, die darüber hinaus auch noch drei verschiedene Epochen umspannt. Während vieler ihrer Kollegen noch nicht einmal eine schlüssige Handlung innerhalb einer einzigen Periode hinbekommen haben, schuf das Autorenehepaar hier einen genialen Brückenschlag, den man mit Fug und Recht als einen würdigen Schulterschluss zwischen Picard und Kirk bezeichnen kann – ein Treffen der Generationen ohne direkten Kontakt sozusagen.
Und nicht nur die Generationen treffen sich; neben dem bereits erwähnten Sarek erhalten auch Gaststars wie Brack (vgl. S. 38ff.) oder John Burke (vgl. S. 102ff.) einen würdigen Auftritt, und selbst alte Veteranen wie Sternbach oder Okuda (vgl. S. 39) finden eine kurze Erwähnung.
Das ist jedoch längst nicht alles. Besonders in den Kapiteln, die sich um Zefram Cochrane drehen, gelingt es den Autoren, eine elektrisierende Atmosphäre aufzubauen. Insbesondere die Szenen in London erinnern schaurig schön an Klassiker wie „V- wie Vendetta“, „1984“ oder „Children of Men“.
Daneben glänzt das Buch nicht nur in Aufbau und Wechsel der Erzählebenen oder der Figurendarstellung, sondern auch mit der für Star-Trek-Romane eher untypischen Verwendung grafischer Hilfsmittel (vgl. S. 186, S. 187, S. 188, S. 409 und S. 414), die auf die Texte aufbauen. Eine durchaus gelungene Idee, auch wenn ich den Ursprung des Sternenflottensymbols weniger auf Warptheorie, als auf einen Teil des Olivenkranzes zurückführen würde, der das Föderationsemblem umsäumt.

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Erleuchtung beim Morgenkaffee: Olivenzweig statt Warpkurve!

Kritikwürdige Aspekte: Mit kleinen Fehlern wie solchen beginnt ein ganzer Sturzbach von Anachronismen, der den Leser dieses Romans nach der Lektüre der stolzen 600 Seiten wie einen begossenen Pudel dastehen lässt.
Dabei begegnen ihm bereits auf Seite sieben erste fehlerhafte Zeitangaben, die zaghaft warnend andeuten, was ihn erwartet und sofern er diese dunklen Vorzeichen übersieht, findet er sich mitten in einer spannenden Geschichte wieder, die sich allerdings mit jeder neuen Seite mehr und mehr in Widersprüche zu dem verstrickt, was heute als offizieller Kanon gilt.
Daran ist in erster Linie der achte Star-Trek-Kinofilm „Der erste Kontakt“ Schuld, denn mit der Darstellung Cochranes als Held wider Willen kontrastiert er nicht nur der glorifizierenden Beschreibung dieses Buches, sondern auch den Erläuterungen um die politische Lage der Zeit. Die könnten untreffender nicht sein:
Der dritte Weltkrieg beginnt demnach erst nach Cochranes historischem Start (vgl. S. 258f.), die Menschheit verfügt angeblich bereits vor diesem epochalen Ereignis über diverse Außenposten im System (z.B. auf dem Saturnmond Titan, vgl. S. 36) und die erste Reise des „Bonaventure“ (nicht „Pheonix“!, S. 38) genannten ersten Warpschiffes der Menschheit führt nach Alpha Centauri (vgl. S. 43) - also weit außerhalb der Sichtweite unseres Heimatplaneten.
Rechnet man nun noch die Informationen aus der letzten Star-Trek-Fernsehserie 'Enterprise' hinzu, so findet man so ziemlich alle hiesigen Beschreibungen Cochranes und seiner frühen Wirkungszeit Lügen gestraft – von seiner vermeintlichen Geburt in London (vgl. S. 62) bis zu seinem Tod im Beisein Picards kurz nach dessen Treffen mit Sarek (vgl. S. 564ff.). Ein trauriges Los für einen so glänzend geschriebenen Roman.
Umso erstaunlicher, wie gut Judith und Garfield Reeves-Stevens mit der Degradierung ihrer Fleißarbeit umgehen konnten: Unter ihrer aktiven Mitwirkung entstandene Enterprise-Episoden der vierten (und besten) Staffel wie „Der Anschlag“, „Vereinigt“ oder „Terra Prime“, die manchen ihrer eigenen Bücher offen widersprechen – natürlich auch diesem. So ist etwa das Verhältnis zwischen Vulkaniern und Menschen längst nicht von so viel Harmonie geprägt wie hier beschrieben (vgl. S. 216).
Ebenso unharmonisch ist die Handlung gestrickt. Hass mag ja ewig vorhalten, aber dass so ein Bösewicht wie Thorsson selbst nach dreihundert Jahren noch nicht eingesehen hat, dass eine Warpbombe eine physikalische Unmöglichkeit ist und deswegen jemanden jagt, dessen technisches Fachwissen längst aufgehört hat, mit den aktuellen Anforderungen Schritt zu halten, mutet schon ein wenig unglaubwürdig an.
Am Ende steht schließlich die Frage im Raum, warum dieses Buch überhaupt in Deutschland erschienen ist. Gut, in Amerika entstand es, wie etwa auch „Der Rächer“ in genau jenem undankbarem Intervall zwischen den Kinofilmen sieben und acht, so dass man das Timing zwar als unglücklich bezeichnen muss, aber dennoch Verständnis dafür aufbringen kann. Hierzulande jedoch erschien er im Jahr 2000 – weit nach dem Kinostart von „Der erste Kontakt“. Warum entschied man sich im Heyne-Verlag dafür, dieses Buch dennoch herauszubringen? Lag es eventuell an der Unkenntnis der Verlagsangestellten mit der Materie ‚Star Trek`?
Nicht dass ich die Möglichkeit völlig von der Hand weisen wollen würde, doch hier sollte man dem Umstand Rechnung tragen, dass trotz des Umfangs, trotz der Widersprüche und trotz des unnachvollziehbaren Motivs des Schurken eine Geschichte entstanden ist, die ihresgleichen sucht und verdient hat, auch in Deutschland zu erscheinen. Es ist also eher als ein Zeichen Heynes zu werten, dass sie mit der Veröffentlichung tatsächlich den Fans entgegenkommen wollten.

Übersetzung: Sämtliches entstandene Wohlwollen dem Verlag gegenüber verfliegt, wenn man die herz- und leidenschaftslose Übersetzung näher betrachtet. Ja selbst die langsam schon als notwendiges, beziehungsweise zwangsläufiges Übel verstandenen hauseigenen Übersetzungsidiome erscheinen in diesem Werk noch fremdartiger. Statt „Der große Vogel der Galaxis“ heißt es „[…] Der große Allgeier […]“ (S. 71), statt „Standardumlaufbahn“ liest man von einer „Standardkreisbahn“ (S. 85) und statt „romulanisches Ale“ illegal zu konsumieren, muss „romulanisches Bier“ als Problemlösungsmittel herhalten (S. 168). Ähnlich verhält es sich mit klobigen Begriffen wie „Sternenreich der Romulaner“ (S. 245), „Galaxis-Klasse“ (S. 247), „Fährenhangar“ (S. 304), „Diskussektion“ (S. 340), „Nahrungsautomaten“ (S. 354), „Ambientenkontrollen“ (S. 443), „Insignienkommunikator“ (S. 563) oder „Seitenraumfunk“ (S. 586) – ein Horrorkabinett aus Eigenkreationen, die den Wiedererkennungswert mit den in der Synchronisation etablierten Bezeichnungen auf eine harte Probe stellen.
Ebenso ungewohnt erscheinen die eigenwilligen Kombinationen. Natürlich kann man mal über eine einmalig erwähnte „Evakblase“ (S. 32) hinwegsehen, doch wenn „Medoscanner“ (S. 70), „Medokit“ (S. 122) oder „Medobett“ (S. 227) ohne Bindestrich geschrieben werden, wundert man sich als Leser schon, warum er in „Medo-Abteilung“ (S. 124) oder „Medo-Tricorder“ (S. 212) erhalten blieb.
Dank solcher unausgegorenen Übersetzungen ist das Lesen wie eine Fahrt mit einem stotternden Motor. Herzlos übersetzte Ronald M. Hahn auch „personnel airlock“ mit „Mannschleuse“ (S. 32), „forward view“mit „Hauptbildbetrachter“ (S. 169) oder „[…] processor to processor […]“ mit „[…] Rechner zu Rechner […]“ (S. 457). Andere Begriffe wie das Substantiv „Koinzidenz“ (S. 299) oder das Verb „armieren“ (S. 399) zeugen auf lebendige Weise davon, dass der letzte Wille zur korrekten Übertragung scheinbar fehlte.
Ihren Beitrag zur allgemeinen Verwirrung leisten auch die nationalen Einschübe, die der Übersetzer dem Buch verleiht. Während er „altpreußische Schnurrbartbinden“ (S. 168) einfach ergänzend in eine schon bestehende Aufzählung einfügt, übersetzt er besonders frei „capture snipe“ mit „Wolpertingerjagd“ (S. 240) und „tactical officer“ mit „Geschützoffizier“ (S. 354). Besonders letzteres klingt eher nach Militärjargon auf dem U-96 kurz vor der Mitte des 20. Jahrhunderts, nicht aber nach aufgeklärter Sternenflotte auf der USS Enterprise des 24. Jahrhunderts.
Diese Freiheiten, die sich der Übersetzer hier herausnimmt, mögen gewagt sein, doch immerhin verfügen sie über einen gewissen Unterhaltungswert.
Tatsächlich besser gelungen als im Original empfand ich schließlich die Übertragungen von Sätzen wie „The next century?“ sowie „And for the next century.“ durch „Im nächsten Jahrhundert?“ (S. 521) beziehungsweise „Fürs nächste Jahrhundert.“ (S. 559), denn somit wird eine Brücke zum deutschen Untertitel TNGs geschlagen, die der Begegnung Kirks und Picards durchaus gerecht wird.
Schade, dass der Qualität dieser Eigeninitiative immer wieder durch so etwas Banales wie vergessene Buchstaben das Wasser abgegraben wird, wie man an „Shra“ (S. 71), „Exi“ (S. 315), „Sendekapzität“ (S. 523) oder „Costitution-Klasse“ (S. 518) merken kann. Insbesondere ein Satz auf Seite 388 macht dies deutlich:

Vor dem Optimum gab es ein Entrinnen.

Was logisch klingt, stimmt nur bedingt, denn der Satz lautet im Original

There was no escape from the Optimum.

Anachronismen: Wie bereits angemerkt, ist die gesamte Geschichte um Zefram Cochranes Leben und Wirken ein einziger Anachronismus mit schwerwiegenden Auswirkungen auf jene Handlungsstränge, die sich auf Kirks und Picards Ära erstrecken. Da dieser Umstand zum einen bereits in den „Kritikwürdigen Aspekten“ zur Genüge behandelt wurde, soll das Hauptaugenmerk nun auf jenen Anachronismen liegen, die nicht so einfach durch später folgende Serien und Filmen zu entschuldigen sind.
Und wo könnte man besser beginnen, als mit dem lieben Geld? Das gilt nämlich trotz seiner Abschaffung noch immer als Zahlungsmittel (vgl. S. 74 oder S. 545), selbst wenn bereits der vierte Kinofilm „Zurück in die Gegenwart“ deutliche Hinweise dagegen gibt.
Ebenso verwundert es, dass LaBarre in der Nähe der französischen Hauptstadt Paris liegen soll, denn dem Ort im beschaulichen Jura eine geografische Nähe zur Seine-Metropole zu bescheinigen, zeugt von einem sehr ‚amerikanischen’ Erdkunde-Verständnis.
Die Schwächen setzen sich im Umgang mit Jahreszahlen fort, denn den Krieg gegen die Romulaner im Jahr 2218, also „[…] nur 57 Jahre nach der Geburt der Föderation […]“ (S. 92) zu verorten, ist selbst gemäß den zeitlichen Angaben aus „Spock unter Verdacht“ äußerst gewagt.
Ähnliche zeitliche Überwürfnisse gibt es mit dem Schiffen der Constitution-Klasse, die laut Picard 2366 seit mindestens 50 Jahren außer Dienst gestellt sein sollen (vgl. S.518). Das bringt uns ins Jahr 2316 – immerhin 23 Jahre nach der finalen Reise der USS Enterprise NCC-1701-A, deren letzte Stunde bekanntlich in „Das unentdeckte Land“ geschlagen hat.
Während ich zeitlichen Lücken von weniger als einem Viertel Jahrhundert vielleicht noch irgendwo Verständnis entgegenbringen kann, sind 4,5 Millionen Jahre schon bemerkenswerter. Die beiden Autoren erachten nämlich die in „Der Obelisk“ als „die Weisen“ bezeichneten Erbauer des Artefakts als deckungsgleich mit den Proto-Humanoiden aus „Das fehlende Fragment“.
Zugegeben, das klingt im ersten Moment recht interessant und Ronald D. Moore gab im „Star Trek Next Generation Companion“ auch offen zu, dass dieser Zusammenhang beabsichtigt war.
Doch vergleicht man beide Folgen näher, so fällt schnell auf, dass dies eigentlich nicht der Fall sein kann. Beispielsweise wird der laut TOS auf Tönen basierenden Sprache bei TNG keinerlei Rechnung getragen.
Noch unsinniger wird dieser Parallelismus, wenn man bedenkt, dass „die Weisen“ laut Spock vom Aussterben bedrohte Völker überall in der Galaxis verpflanzt haben sollen. Nachweise für Indianer in Nordamerika reichen schließlich 'lediglich' 14.000 Jahre zurück, und ernsthaft bedroht wurde ihre Existenz erst mit der Wiederentdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492.
In „Das fehlende Fragment“ erfahren wir jedoch, dass die humanoide Urspezies „aus grauer Vorzeit“ stammte, die „Samen in de Ur-Ozeanen vieler Welten“ aussetzte, weil sie sich bereits ihres eigenen Untergangs bewusst war. Dass sie noch Weltraum-Polizei spielten, als längst das Tkon-Imperium, die Iconianer oder die Artgenossen Sargons diesen Teil der Galaxis unsicher machten, ist ziemlich unwahrscheinlich und lässt schon eher Rückschlüsse auf die „Geister des Himmels“ aus der Voyager-Folge „Tattoo“ zu.
Der finale Knaller ist allerdings der Kampf der USS Garneau gegen einen Warbird, denn mit einem einzigen Schuss schafft es das Schiff der Oberth-Klasse, das riesige Romulanergefährt auszuradieren (vgl. S. 548). Na klar, David hat ja auch gegen Goliath gewonnen, doch das wirkt dann doch irgendwie, als ob ein Tausendfüßer einen Elefanten zu Tode trampelt.

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Gewagte Schlacht: Chancenloser Warbird

Fazit: Eine meiner Kunstlehrerinnen hatte mir in der elften Klassen auf ein wirklich tolles Bild, an dem ich sehr lange und intensiv gearbeitet hatte, eine 'vier' geben müssen. Zwar bescheinigte sie mir Können, Fleiß und Leistung, doch ihre mitleidigen Worte habe ich nie vergessen:
„Thema verfehlt“.
So liest sich auch dieses Buch. Ohne Frage ist es spannend, toll geschrieben und genial in den damaligen Kanon eingebettet, doch mit dem achten Kinofilm ist die Geschichte vor allem eines:
Nie passiert.
Wirklich schade, denn die hohe Qualität ließ selbst Übersetzung und Anachronismen ertragen. Wäre ich nicht an meine oft formulierten Anforderungen gebunden, auch die Konformität zum offiziellen Kanon als zentrales Bewertungskriterium heranzuziehen, so würde ich dieses Werk ohne zu Zögern in die Riege der besten Romane mitaufnehmen, doch ich kann nicht bei anderen Romanen über ähnlich schwerwiegende Anachronismen schimpfen, nur um hier Gnade walten lassen.
Daher trete ich in die Stapfen einer Kunstlehrerin und beginne nach vierzehn Jahren auch ihr Dilemma besser zu verstehen.

Denkwürdige Zitate:

Die Ereignisse der Zukunft spiegeln sich in den Ereignissen der Vergangenheit.
Micah Brack, S. 42

Ich bezweifle, dass Admiral Kabreigny die Vorstellung willkommen heißt, dass man ein Raumschiff nach demokratischer Abstimmung führt.
Spock, S. 123

Bitte noch ein paar Minuten, Commander. Wir müssen uns an ein strenges Protokoll halten. Ich bin sicher, dass sich ihre Kommandostruktur nicht allzu sehr von der unseren unterscheidet.
Erlöst mich von Subprätoren und ihren Computerbildschirmen und Regeln.
Sie sind überall.
Picard, Tarl und Riker, S, 292/293

Zwei Nullen ergeben auch null.
Spock, S. 445

Ihre Föderation schreit geradezu nach Ordnung. Außer der Größe der Schlachtfelder hat sich nichts geändert.
Thorsen, S. 484

Admirale dürfen keine Schiffe kommandieren, Pille!
Stimmt. Und den Kobayashi Maru -Test kann auch niemand bestehen.
Kirk und Pille, S. 577

Bewertung: Thema verfehlt.

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Sonntag, 15. August 2010

Das Gespenst

Buchbesprechung Reeves-Steevens, Garfield; Reeves-Stevens, Judith; Shatner, William: Das Gespenst. Heyne 1998/2000.

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Story: James T. Kirk wird von seiner Liebsten vom Planeten Chal weggeschickt, um sich in den Weiten des Alls die Hörner abzustoßen. Erst wenn er tief in seinem Herzen bereit ist, den Verlockungen eines laut rufenden Universums zu widerstehen, soll er in seine neue Heimat zurückkehren.
Also macht sich der verdienteste Captain des Universums auf den Weg zu dem Planeten, auf dem er dereinst das Licht der Welt erblickte. Doch dunkle Mächte trachten dem Manne auf der Erde nach dem Leben. Aus dem Spiegeluniversum tritt ein alter Bekannter auf den Plan: Intendant Spock.
Unter seiner Führung entführt der Zwilling Kathryn Janeways den Kirk, der durch seinen Besuch im Spiegeluniversum Anarchie und Chaos auslöste.
Währenddessen untersucht Captain Picard eine stürmische Weltraumanomalie nach Wurmlöchern, als er tatsächlich auf ein Relikt stößt, dass aus dem fernen Delta-Quadranten zu stammen scheint. Die USS Voyager scheint endlich einen Übergang nach Hause gefunden zu haben!
Aber die Freude wird rasch durch die Erkenntnis getrübt, dass dieses Schiff aus dem Spiegeluniversum stammt und als Köder für die USS Enterprise NCC-1701-E dienen soll.
Picard und seine Mannschaft geraten prompt in Gefangenschaft der Allianz aus Klingonen und Cardassianern, die einen heimtückischen Plan zur Eroberung dieser Realität geschmiedet haben. Die höchstrangigen Originale dieses Universums sollen durch ihre Äquivalente des anderen ersetzt werden, während man komplette Sternenflottenschiffe transferiert, um mit deren militärischem Potential die Rebellion der Terraner bei Terok Nor niederzuschlagen.
So verbündet sich Kirk mit Intendant Spock und einer Handvoll überlebender Zeitgenossen, kehrt in den aktiven Dienst zurück und tritt an, um Picard zu retten. Allerdings schwebt nicht nur sein alter Freund und Kupferstecher in Gefahr, sondern auch jene Frau, die in von Chal wegschickte. Teilani, Kirks neue alte Geliebte, wurde das Entführungsopfer des fiesen unbekannten Regenten des Spiegeluniversums...

Lobenswerte Aspekte: Man sollte es sich einmal realistisch vor Augen halten: So alt, wie William Shatner jetzt schon ist, werden viele meiner Leser wohl nicht mehr werden (ich warne an dieser Stelle noch einmal eindringlich vor den Folgen des Konsums von Alkohol, Haschisch und Star Trek Romanen!). Der mittlerweile stolze 79 Lenzen zählende Exil-Kanadier musste sich bereits frühzeitig mit den ersten Anzeichen des Alterungsprozesses auseinandersetzen. Schon während des Drehs zur klassischen Star Trek Serie war sein Haupthaarwuchs so sporadisch, dass er sich zur Wahrung seines immensen Egos gezwungen sah, sich einen Fifi auf den Kopf zu kleben, der seither für enorme Belustigung unter seinem Publikum sorgt.
Betrachtet man nun auch noch seine limitierten schauspielerischen Fähigkeiten sowie seine enorme Selbstüberschätzung fragt man sich schon irgendwie, warum dieser Mann in Serien wie Boston Legal oder neuerdings „$#*! My Dad Says“ ständig die Gelegenheit erhält, sein vom Alter gezeichnetes Antlitz in die Kamera zu halten.
Die Erklärung ist so einfach wie banal: 'The Shat' ist ein Original! Zum einen polarisiert er; zum anderen erheitert er allein schon durch seine Anwesenheit. Und dennoch ist er durch Rollen wie James T. Kirk, T.J. Hooker und eben Denny Crane eine Legende der Leinwand. Vermutlich ist er mehr Menschen ein Begriff als Friedensnobelpreisträger wie Schirin Abadi, Wangari Maathai oder Martti Ahtisaari. Um es auf einen Nenner zu bringen: William Shatner steht trotz aller Kontroversen im Mittelpunkt eines allgemeinen Interesses.
Warum erzähle ich all das? Nun, es erklärt zumindest im Ansatz, warum es Bücher gibt, auf denen der Name dieses Mannes prangt, obwohl der Hauptteil des Aufwandes sicherlich dem Ehepaar Reeves-Stevens zuzuschreiben ist. Es erklärt, warum sich diese Werke so unglaublich gut verkauften. Außerdem verrät es, warum es kaum jemanden zu stören scheint, dass die beschriebenen Inhalte in etwa so glaubwürdig sind wie die Vor-Badewannen-Beteuerungen Uwe Barschels. Und es erhellt, warum sich kaum jemand an der 455-Seiten schweren Selbstbeweihräucherung aufhängt.
Shatner ist mittlerweile zu einer (noch) lebenden Legende geworden. Eine Legende mit einem eigenen Stil. Mein guter Freund K'olbasa meinte dereinst im Zuge einer angeregten Diskussion über Boston Legal zu mir, dass Shatners Darstellung Denny Cranes weniger schauspielerische Leistung, als reine Selbstdarstellung sei. Die Figur des verrückten, senilen und notgeilen alten Sacks ist also vielmehr Alltag denn Rolle für den Mann, dessen größter Unterschied zu Crane wohl darin besteht, Kanadier statt Amerikaner zu sein.
Unter diesem Gesichtspunkt wird das Lesen dieses Buches erst so richtig interessant, denn Denny Crane ist überall.
Etwa in den vielen Bemerkungen zum Älterwerden. Tatsächlich ist dieses Buch eine einzige große Hommage an den Wert älterer Mitbürger für jede Gesellschaft. Erst unter Berücksichtigung dieses Punktes wird klar, warum selbst der große James T. Kirk die totale Ablehnung McCoys gegenüber moderner Technologien (vgl. S. 25) auf einmal so bedingungslos teilt. Oder warum der schlimme Rücken Kirk ein ums andere Mal sein fortgeschrittenes Verfallsdatum erinnert (vgl. S. 14ff., S. 120f. oder S. 175) – fast entsteht der Eindruck, dass Kirks lädierte Bandscheibe so etwas wie Cranes Alzheimer ist. Selbst das Zugpferd der neuen TNG-Kinofilme, die USS Enterprise NCC-1701-E, geht in ihrer Konstruktion auf Ideen des mittlerweile 153jährigen Scottys zurück (vgl. S. 221).
Eines wird daraus mehr als deutlich: Die Helden von damals werden so sehr gebraucht wie niemals zuvor. Schließlich sind es die Luschen der sogenannten 'Next Generation', die von einer existenzbedrohenden Katastrophe in die nächste schlittern und ohne die Hilfe weiser älterer Kameraden längst in den ewigen Jagdgründen verschollen wären.
Ja selbst Picard, dem vom Autorenteam wenigstens etwas Respekt entgegengebracht wird, muss hier ins zweite Glied zurücktreten. Er ist so eine Art Alan Shore: Natürlich hat er nicht - wie etwa Denny Crane - sämtliche Fälle seiner Laufbahm gewonnen, aber immerhin ist er ein einigermaßen würdiger Erbe; und wer weiß, vielleicht heiraten die beiden Captains der Enterprise am Ende ja auch noch!?
Der Potenz Kirks würde das keinen Abbruch tun. Trotz seines ach so schlimmen Rückenleidens kopuliert er fröhlich mit seiner ebenfalls in die Jahre gekommenen Teilani herum (vgl. z.B. S. 30).
Dennoch soll eine neue Qualität nicht unerwähnt bleiben: Der berüchtigste Schürzenjäger des Universums treibt es nicht mit jeder! Gut, er mag aussehen wie eine aufgedunsene Backpflaume während des Verwesungsprozesses, aber diese Tatsache scheint dem Paarungswillen Spiegeluniversums-Janeway keinen Abbruch zu tun (was den Schrecken dieser alternativen Zeitlinie ja irgendwie betont). Umso verwunderlicher, dass Kirk ihr mal eben einen deftigen Korb gibt und die erotischen Rundungen seines faltigen, nackten Körpers den zittrigen Berührungen einer einzigen senilen Klingonen-Romulanerin vorbehalten lässt (vgl. S. 214). Wie schade!
Das würde fast schon besinnlich stimmen, wenn da nicht auch immer wieder die Shatner so ureigene Verleugnung der Realität und sein gepflegter Hang zur Egozentrik wären. So war es nicht sein Toupet, sondern die manipulierte Sternenflottenkost, die sein üppiges Haar am Ergrauen hinderte (vgl. S. 19)! Das beste Beispiel für die tiefe demütige Bescheidenheit des angeblichen Autors ist allerdings dieser Satz (S. 54):

Aber wie üblich hatte das Universum andere Pläne für James T. Kirk.

Während dem Leser also langsam klar wird, dass das Universum in Wirklichkeit eine rachsüchtige Schlampe mit Hang zum Sadismus ist, ruhen all seine Hoffnungen auf einem Mann, der wie einem Mantra gleich stets seinen eigenen Namen vorschiebt: „Denny Crane!
Dieser Tick, der in vorangegangenen Bänden desöfteren auch mit dieser Rolle zur Schau gestellt wird, legt man hier einfach Riker in den Mund, der es tatsächlich schafft, mit dem Namen des hiesigen Erlösers Cardassianer in den Wahnsinn zu treiben (vgl. S. 405).
Und Stichwort 'treiben': Der neben Boston wichtigste Handelns- und Wirkensort Denny Cranes ist die Fishing Lodge Nimmo Bay, tief in den kanadischen Wäldern. Dies ist besonders unter dem Aspekt bemerkenswert, dass das Land der Ahornbäume und -blätter die wahre Heimat William Shatners ist. Der lässt es sich natürlich nicht nehmen, auch Kirk mit kanadischen Anspielungen zu belasten. Wenn die Augen des im idyllischen Iowa geborenen Mannes nämlich einen Blick auf die Spiegeluniversums-Erde werfen, schweifen sie nicht auf das nach Gülle stinkende Dorf Riverside, wo er das Licht der Welt erblickt haben soll, sondern nach Montréal, so einer Art Betlehem für Shatner-Jünger (vgl. S. 164). Logisch, dass dort auch eine Konferenz der Sternenflotte stattfindet (vgl. S. 44) und Kirks Runabout-Auswahl auf ein Schiff fällt, dass den Namen jenes Stromes trägt, der durch die Metropole Quebecs fließt (vgl. S. 278).
Nahezu herzerweichend wird es hingegen, wenn Shatner leise Einblicke in sein Inneres gibt. Der zarte Versuch, seine Differenzen mit seinem Schauspielerkollegen James Doohan in Vertretung durch die jeweiligen Rollen zu verarbeiten (vgl. S. 45ff.) oder seine Probleme mit Alkohol zu beschreiben (vgl. S. 192), muten nahezu menschlich an. Lediglich Shatners Intimus Takei stinkt in Gestalt Sulus bei einem Vergleich mit Data ganz schön ab (vgl. S. 377f.).
Nach diesen schier endlosen Huldigungen auf jenen Mann, dessen Darstellung Kirks erst mit Chris Pine hinterfragt wurde, bleibt natürlich die Frage, was dieses Buch außer dem (viel) fleischgewordenen Zukunftseros zu bieten hat.
Verständlicherweise etwas abgeschlagen rangiert das Thema 'Spiegeluniversum' mit einigem Abstand auf dem zweiten Platz. Ein ergiebiges Thema, dem nach einer genialen TOS Episode eine nur mäßig interessante Fortsetzung bei Deep Space Nine vergönnt war. In die Lücken zwischen diese Ereignisse blickt dieses Buch.
Sehnsüchtig erwartet werden dabei natürlich die Äquivalente der Voyager-Crew, der zwar in der Folgen „Der Zeitzeuge“ ein wenig Spielraum geboten wurde, bislang jedoch – abgesehen von Tuvok - größtenteils nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Spannung ist garantiert, wenn die bösen Zwillinge von Janeway, Tom Paris oder Neelix ihren wohlverdienten Auftritt im Rampenlicht haben. Selbst die Idee einer Infiltration unserer Realität durch fast identische Personen ist so simpel wie naheliegend. Allerdings ist nicht nur die Voyager-Besatzung Teil der innovativen Ideen zum bösen Gegenpart unserer Realität. Auch die possierlichen Unterschiede zum Inhalt von „Reise nach Babel“ (vgl. S. 230f.), der ebenso sinnlose Tod der hier beheimateten Tasha Yar (vgl. S. 221ff.) oder der geniale Verwendungszweck von Medusanern (vgl. S. 222) brauchen sich nicht vor den müden Adaptionen bei Deep Space Nine zu verstecken.
Dritter großer Pluspunkt für die Arbeit Shatners ist die offensichtliche Mithilfe des Reeves-Stevens-Ehepaares. Nicht nur, dass dieses Buch von unzähligen Querverweisen (vgl. z.B. S. 22, S. 143 oder S. 445) und Gastauftritten (vgl. z.B. S. 7, S.44 oder S. 201) lebt; es gibt in diesen Büchern auch hin und wieder bemerkenswerte technische Überlegungen, deren Brillanz mich zwingt, sie eher diesen beiden verdienten Personen zuzuschreiben. Die nachvollziehbaren Schilderungen zur Flucht vor Schiffen mit höherer Warpgeschwindigkeit (vgl. S. 292f.) und die logischen Schlussfolgerungen zur Funktionsweise von Schilden (vgl. 387ff.) machen jedenfalls selbst für die Leute Sinn, die über das Technikverständnis eines Pakleds verfügen.

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Immer wieder spannend: Ein Blick in den Spiegel

Kritikwürdige Aspekte: Willkommen im Shatnerversum, einer alternativen Realität, in der sich die Milchstraße nicht um ein riesiges schwarzes Loch, sondern um eine ikonenhafte Person dreht: Captain Kirk.
Na schön, das ist ein alter Hut und selbst von mir schon längst bis zur Unkenntlichkeit zerkaut. Was aber las ich vor kurzem wieder in Ralph SandersDas Star Trek Universum“ zum Stellenwert von Star-Trek-Romanen (Bd. II, S. 205)?

Das bedeutet im Ergebnis, daß die Romane für die Serie eigentlich ohne Bedeutung sind, zumal die darin erzählten Abenteuer in Film und Fernsehen nicht berücksichtigt werden. Dies ist zwar widersinnig, da diese Romane von Paramount genehmigt werden müssen, aber es ist eine unumstößliche Tatsache. Hinzu kommen aus dem Hause Paramount mittlerweile inhaltliche Einschränkungen. Dazu zählt unter anderem, daß keine Romane geschrieben werden dürfen, in denen die alte und die neue Crew zusammentreffen. [...]
Ebenfalls unerwünscht ist jedes ungebührliche Verhalten der Akteure, insbesondere was das Thema Sex betrifft.

So etwas scheint scheinbar nur für normale Sterbliche zu gelten, und darum ist der Messias William Shatner davon ausgespart – selbst wenn es abstrus wird wie hier und vorangegangenen Darstellungen aus Comics wie „Die Spiegelwelt“ oder „Spiegelbilder“ widerspricht. Was sind schon solche Werke, die es wagen, dem größten Schauspieler der Welt zu widersprechen?
Schlechte Beispiele natürlich!
Mal ganz abgesehen davon, dass beide Werke aus verschiedenen Gründen nicht als Vorbild geeignet sind, entbehrt auch dieser Band der Nachvollziehbarkeit. Ein Trupp amtsmüder Sternenflottenrentner bricht aus der Idylle ihrer Seniorenresidenz aus, um der Jugend von heute zu zeigen, wie man den Untergang der bekannten Welt vereitelt.
An der Seite Spocks, der bereits in Star Trek XI so uralt wie Kahlbutz aussah, befinden sich auch Scotty und McCoy; also Charaktere, deren Originalschauspieler ironischerweise längst nicht mehr unter den Lebenden weilen. Besonders McCoy, der stolze 148 Jahre auf dem Buckel haben soll (vgl. S. 191), ist ein trauriges Beispiel für einen verwehrten Abschied, der an eine Parodie aus den Simpsons erinnert:



Star Trek XII: So very tired!

Während die Greisencrew mutig ihre Rollatoren in Richtung ungewisse Zukunft lenkt, bleibt der jüngeren Garde kaum ein angemessener Spielraum. Die komplette TNG-Crew agiert mit Ausnahme Datas strunzendumm, ziemlich träge und absolut unfähig. Besonders Jean-Luc Picard wirkt ungemein schlecht getroffen, wobei übrigens auch seine böse Entsprechung nie eine überzeugende Figur macht. Der Captain gibt sich ja schon ungemein kampflüstern für einen Forscher (S. 31ff.) und die nahezu aggressive Atmosphäre zwischen Riker und Picard erscheint ebenfalls äußerst befremdlich (vgl. S. 37) – da ist kaum mehr Spielraum für etwas noch gemeineres übrig!
Noch tragischer ist nur die kaum durchdachte Story. Warum zum Teufel macht sich die Allianz aus Klingonen und Cardassianern die Mühe, die USS Enterprise in ihr Universum zu transferieren, wenn sie die USS Sovereign längst unter ihrer Kontrolle hat?
Wenn man will, kann man die Brechstange schon früher ansetzen: Warum stehlen sie Pläne für den Bau eines Schiffes der Intrepid-Klasse? Warum nicht gleich eines der Sovereign-Klasse? Dass sie so etwas mühelos nachbauen können, haben sie ja schließlich unter Beweis gestellt.
Der letztendliche Plan ist jedenfalls so kompliziert, unsinnig und aufwändig, dass nicht einmal Egon Olsen, Hanibal Smith oder selbst die intriganten Cardassianer des Spiegeluniversums sich auf eine solche hirnrissige Schnapsidee einlassen würden.
Was bleibt ist das Ende. Das erzeugt nämlich noch einmal Spannung, denn es ist kein wirklicher Abschluss, sondern ein weit hergeholter Cliffhanger. Der immer noch lebendige Mirror-Tiberius taucht auf und verhindert, dass die Geronten-Mannschaft ihren wohlverdienten Mittagsschlaf halten kann.
Noch so ein unglaublicher Zufall! Nicht nur dass Kirk selbst noch lebt (nachdem seine Leiche von mit Romulanern verbündeten Borg assimiliert wurde) – nein, sein Gegenpart tut es ebenfalls! Die vielen bemüht wirkenden Zufälle dieser Reihe beginnen langsam zu ermüden.

Übersetzung: Der Heyne-Verlag hat sich bei den Star-Trek-Fans hierzulande nicht unbedingt beliebt gemacht. Jahrelang sparte er weder an Rechtschreib- noch Übersetzungsfehlern und als die jahrelange Erfolgsgeschichte an Fahrtwind verlor, verabschiedete man sich kurzerhand aus dem angeblich unrentabel gewordenen Geschäft.
Dabei hatte der Verlag gerade erst begonnen, sich etwas von seinen längst in Fleisch und Blut übergegangenen Übersetzungsfehlern zu verabschieden. Plötzlich liest man „deaktiviert“ (S. 55) statt „desaktiviert“ und aus dem anzüglichen „Flitzer“ wird endlich ein „Runabout“ (S. 293).
Allerdings war das höchstens ein Tropfen auf dem heißen Stein. Noch immer lassen sich, den deutschen Synchronisationsbegriffen zum Trotz, englische Begriffe wie „Alien“ (S. 7), „Starfleet“ (S. 9) oder „Starbase“ (S. 115) finden, für die es deutsche Äquivalente gibt. Dafür setzt man unbeirrt auf andere hauseigene Begrifflichkeiten wie „Diskussegment“ (S. 42), „romulanisches Bier“ (S. 46) oder „Insignienkommunikator“ (S. 105), die für von den Serien und Filmen geprägten Nervenbahnen der Leser fremdartig und gestelzt wirken.
Ganz besonders nervig ist bei einem Buch, in dem es ja um das Spiegeluniversum gehen soll, dass „irdische“ und „terranische“ (S. 10) Bezeichnungen nicht unterschieden werden. Das verwirrt nämlich innerhalb des Romans, in dessen englischem Original die Bezeichnung „Terraner“ (S. 82) wie in den Serien sowohl als Eigenbezeichnung als auch als Schimpfwort für Menschen gedacht ist. Dessen ungeachtet entblödet sich der Übersetzer nicht, diesen Begriff auch weiterhin generell auf alles anzuwenden, was von der Erde stammt. Dadurch verliert das Thema etwas an Flair.
Den Flair einer halbherzigen Übertragung englischer Vokabeln bieten Begriffe wie „Satisfaktion“ (S. 190) und einem „ambientalen System“ (S. 192). Besonders viel Freiraum nahm sich Andreas Brandhorst durchgängig beim Admiral „Nechajew“ (S. 33), denn im englischen wird sie durchgängig als „Nechayev“ tituliert. Die falsche Schreibweise von „Qo'Nos“ (S. 26) wurde hingegen stur aus dem Original übernommen, während sich der Übersetzer die Lorbeeren für den fragwürdigen Verdienst um die Neuschöpfung des Wortes „Anschießend“ (S. 202) wohl mit niemandem zu teilen braucht.
So viel Freiraum will genutzt sein: Aus dem „Medizinisch-Holographischen Notfallprogramm“ wird plötzlich ein „Medizinisches Holo-Notprogramm“ (vgl. S. 54). Wer das nun doof findet, sollte sich vor Augen halten, dass somit zumindest die Abkürzung 'MHN' gewahrt bleibt, und keine Kombination mit dem Suffix 'Medo', wie etwa bei „Medo-Liege“ (S. 80) oder „Medo Tasche“ (S. 122), herangezogen wurde.
Ähnlich verhält es sich mit der „Welt hinter dem Spiegel“ (S. 134) – eine ziemlich fragwürdige Übersetzung für „looking glass“.
An einer Stelle hätte ich mir allerdings mehr Eigeninitiative gewünscht. Während der recht kurzen Dienstzeit des bolianischen Navigators Karo auf der USS Enterprise (vgl. z.B. S. 36) hatte ich ständig das Bedürfnis, Skat zu spielen oder eine rauhe Stimme im Kopf, die melodisch die Vorzüge von Ersatzkaffee in Pulverform betonte.

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Karo – ich mag Dich – Du bist einfach gut

Anachronismen: Um nach all den gemeinen Äußerungen dem Eindruck vorzubeugen, dass ich kaum ein gutes Haar an dieser Romanreihe lassen würde, will ich auch einmal ein lobendes Wort finden:
Ich empfand die Art und Weise, auf die dem Star-Trek-Veteran Matt Jefferies gehuldigt wurde (vgl. S. 199) so dezent wie geschmackvoll. Auch die Idee, die Ereignisse der Deep-Space-Nine-Folge „Immer die Last mit den Tribbles“ miteinzubringen, ist sehr gelungen (vgl. S. 189f.). Das schließlich sogar zugegeben wird, dass Geld gar nicht mehr existiert, ist ein wahrer Meilenstein, selbst wenn die Beschreibungen implizieren, dass zur Hauptwirkenszeit Kirks noch immer darauf zurückgegriffen wurde (vgl. S. 175).
So sehr ich diese Bemühungen jedoch schätze, so sehr stößt mir jedoch auch die große Anzahl grober Schnitzer auf, die zu der unausgegorenen Handlung passen.
Etwa die Idee, dass Wurmlöcher in Regionen mit spezifischen Eigenschaften zu finden sind. Angeblich sollen die Charakteristika des bajoranischen Wurmlochs zum Schluss geführt haben, dass
die Badlands an seiner Existenz beteiligt seien (vgl. S. 35).
So ein Mumpitz! Nicht nur, dass die Badlands in einiger Entfernung zum System liegen (wie man auf einer Karte in der Episode „In eigener Sache“ sehen kann) - sie sind das Produkt eines gezielten künstlichen Eingriffes durch die sogenannten Propheten. Selbst wenn es in irgendeinem Zusammenhang stehen würde, gäbe es keinen Grund für die Enterprise, sich dem Risiko auszusetzen, direkt in eine den Badlands ähnliche Anomalie hineinzunavigieren!
Nicht einmal die Medizin bleibt vor solcherlei überzogenen Vorstellungen verschont. Immerhin erwartet Kirk nichts geringeres, als dass seine beiden Hände bei Verlust einfach wieder nachwachsen könnten (vgl. S. 408) – ein Umstand, der dem Bein des Ferengi Nog nicht vergönnt war.
Doch wer weiß, vielleicht ist ja im Shatnerversum alles anders?
Das Spiel mit verschiedenen Zeitlinien ist schließlich ein Markenzeichen Star Treks, wie nicht zuletzt der elfte Kinofilm tatkräftig bewies. Seit der Folge „Ein Paralleluniversum“ ist diese Thematik zu einem echten Klassiker geworden und zu jedem Ereignis der normalen Zeit gibt es eine unendliche Anzahl alternativer Entwicklungen, die ihrerseits andere Konsequenzen nach sich ziehen. Ein wahrer Sprudelquell für Erzählstoff, in dem das Spiegeluniversum ebenso viel Platz hat, wie das Shatnerversum.
Dort darf Riker Picard ab und zu mit seinem Vornamen anreden (vgl. S. 37) oder die Sovereign-Klasse tausend Mann Besatzung fassen (vgl. S. 261).
Vielleicht ist es dort so.
Ganz sicherlich hat dieses Shatnerversum jedoch ein paralleles Spiegeluniversum, das nicht dem uns bekannten entspricht. Das hier beschriebene Universum unterscheidet sich nämlich deutlich von jenem, das in TOS, DS9 oder Enterprise vorgestellt wurde.
Zunächst einmal in der zeitlichen Einordnung.
Während kleinere Anspielungen aus „Ein Paralleluniversum“ und „Die dunkle Seite des Spiegels“ die Vermutung zulassen, dass sich beide Universum spätestens seit der römischen Antike auseinanderentwickelten, setzen die Autoren dieses Buches die Ereignisse des achten Kinofilms „Der erste Kontakt“ als Punkt der Auseinanderentwicklung fest (vgl. S. 452ff.). Das mutet gerade im Hinblick auf Phlox' Äußerungen zu Shakespeare etwas merkwürdig an.
Dabei ist dieser Punkt noch nicht einmal kritisch. Das Problem ist eher die Beschreibung des Spiegeluniversums als ein Ort, an dem lediglich 'unterschiedliche Interpretationen' zur unterschiedlichen Entwicklung führten (vgl. S. 231ff.).
Wo ist die schlichtweg böse Energie geblieben, die diesen anderen Ort so furchterregend, seine Bewohner so brutal und die dortigen Ereignisse so blutrünstig gemacht hat?
Dieses nahezu plüschig-weiche Imitat hat jedenfalls nur wenig damit gemein!
Zudem wird frech behauptet, dass Menschen und Vulkanier in einem freiwilligen Zusammenschluss das Terranische Imperium begründeten (vgl. S. 160). Das steht nicht nur in direktem Gegensatz zu den Schilderungen in Enterprise, sondern auch zum recht eindeutigen Namen dieser Institution!
Obwohl das Spiegeluniversum und das dortige Unrecht so zentral für dieses Werk sind, verstrickt es sich in einer unwürdigen Verharmlosung dieser alternativen Realität. Der dunkle Flair und die schauerliche Magie dieses Klassikers der großen Star-Trek-Erfindungen wird „Das Gespenst“ nicht gerecht und erschafft ein Paralleluniversum zu einem Paralleluniversum.

Fazit: Wen man etwas kauft, auf dem der Markenname 'Shatner' steht, muss man auch darauf gefasst sein, etwas zu bekommen, in dem 'Shatner' drin ist.
Soweit zu den Vorzügen des Buches.
Wer weitreichendere Erwartungen hat, muss enttäuscht werden. Eine Geschichte über Rentner ohne Ende, Figuren ohne Charakter und eine Handlung ohne Sinn schmälern bei aller Spannung das Vergnügen beträchtlich. Besonders tragisch ist jedoch, dass jenes Spiegeluniversum, das hier so detailliert beschrieben wird, mit dem allseits bekannten bösen Paralleluniversum nicht vereinbar ist. Übrig bleibt eine seelenlose Realität, die dem Shatnerversum an überdrehten Entwicklungen in nichts nachsteht.

Denkwürdige Zitate:

So oder so: James Tiberius Kirk muss sterben.
T'Val, S. 13

War ihr Kirk ebenfalls ein eigensinniger, sturer Größenwahnsinniger mit Stroh im Kopf?
McCoy S. 255

Ich bin Arzt, kein Quantenmechaniker.
MHN, S. 265

Funktioniert das Programm richtig?
Keins davon ist in Ordnung. Aber Starfleet besteht trotzdem darauf, sie in der Praxis zu testen. Vermutlich sollen sie den richtigen Ärzten das Gefühl geben, gebraucht zu werden.
Spock und McCoy über das MHN, S. 266

Bewertung: So very, very tired.

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Weiterführende Leseliste:

Shatner 01: Die Asche von Eden
Shatner 02: Die Rückkehr
Shatner 03: Der Rächer
Shatner 04: Das Gespenst
Shatner 05: Dunkler Sieg
Shatner 06: Die Bewahrer
Shatner 07: Sternendämmerung
Shatner 08: Sternennacht
Shatner 09: Sternenfluchten

Sonntag, 22. November 2009

Die Asche von Eden

Buchbesprechung Reeves, Judy; Reeves-Stevens, Garfield; Shatner, William: Die Asche von Eden, Heyne 1995/1999.

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Turon47 möchte sich ausdrücklich bei K'olbasa bedanken, der ihm dieses Buch zur Verfügung gestellt hat- Nochmals tausend Dank!

Story: James T. Kirk hat keinen Bock mehr! Die Fehler der Vergangenheit kann er nicht mehr rückgängig machen, ein alter Rivale hat die Leitung der Sternenflotte übernommen und seinen Zenit hat der geborene Raumschiffcaptain längst überschritten.
Also ergibt sich Kirk den offensichtlichen Reizen einer deutlich jüngeren Frau, übernimmt das Kommando über die zwangsprivatisierte USS Enterprise, zerstreitet sich mit seinen ehemals besten Freunden und fängt auf irgend einem fremden und südseehaften Planeten ein völlig neues Leben an.
Soviel zur Endlife-Crisis des pensionierten Langzeit-Captains.
Seine früheren Freunde Spock, McCoy, Uhura, Sulu und Chekov geraten jedoch durch das spätpubertierende Verhalten ihres Captains in eine persönliche Zwickmühle, denn Admiral Androvar Drake, Kirks alter Intimfeind seit Akademietagen nutzt die abgebrochenen Brücken seines Widersachers, um ihn des Verrats und der Verschwörung zu bezichtigen.
Die USS Excelsior, mit der schwierigen Suche nach dem vermeintlichen Dissidenten beauftragt, mutiert allerdings rasch zu einem Sammelbecken jenes Personenkreises, der fest an die Unschuld ihres ehemaligen Vorgesetzten glaubt und Teil für Teil des großen Puzzles zusammensetzt, das sich aus den vielen Fragen ergibt.
All die verschiedenen Hinweise führen letztendlich zu eben jenem mysteriösen Planeten Chal, der neuen Heimat Kirks, die ein so dunkles Geheimnis birgt, dass es tatsächlich den brüchigen Frieden in der Galaxis bedrohen könnte. So kommt es schließlich zu einem unausweichlichen Showdown im Orbit der paradiesischen Welt, in dem sich Kirk und auch seine ehemaligen Mitstreiter für die richtige Seite entscheiden müssen...

Lobenswerte Aspekte: Radikalität beherrscht diesen Roman in verdammt vielen Aspekten. Dabei betrifft dies noch nicht einmal die krasse und unerwartete Ausfahrt, die Kirks Leben hier nimmt, sondern auch die anderen kleinen Details des Buches:
Chekov und Uhura werden zu hintertriebenen Weltraumrowdies, ein Sternenflottenadmiral versucht sich als großer Diktator und, auch wenn ich eigentlich nicht zu viel verraten wollte: die gute alte Enterprise wird am Ende doch noch zerstört.
Nix mehr mit „Waltons“ oder „Unsere Kleine Farm“! Die ach so idyllische Sternenflotte zeigt in diesem Werk auch mal ihre schmutzige dunkle Seite, fern von ein bisschen Friede, ein bisschen Forschung und ein bisschen Eierkuchen!
Zeit wurde es jedenfalls und mit diesem Paukenschlag wird das Buch auch äußerst geschickt eingeleitet. Besonders überrascht war ich dabei von der offen geschilderten Tatsache, dass der alternde Kirk tatsächlich mit Potenzproblemen zu kämpfen hat (vgl. S. 36)! Also das hätte ich bei einem von Shatner selbst mitgeschriebenen Roman echt nicht erwartet, zumal man im Verlaufe des Buches und der Fortsetzungen des selben eindeutig merkt, wie sehr er sich mit mit der Figur Kirk identifiziert. Um einen Schritt weiter zu gehen, kann man sogar mit Fug und Recht behaupten, dass diese behutsame und schon fast zärtliche Wortmeldung noch weiter geht, als die Beteuerungen des früheren Weltfussballers Pelé („Gehen Sie zu ihrem Arzt – ich würde es auch tun!“).

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Gehen Sie zu ihrem Arzt - dieser Mann würde es auch tun!

Doch nicht die nachlassende Manneskraft sondern die Auseinandersetzung mit dem eigenen Älterwerden steht im moralischen Zentrum. Auch wenn man den Shatner-Büchern vieles vorwerfen kann, zählen weder das Fehlen einer tieferen Botschaft noch die Verwendung tagespolitischer Themen dazu. In diesem speziellen Fall richtet sich die mehr oder minder offensichtliche Verbindung des 1995 erstmals erschienenen Werkes nach dem Zerfall der Sowjetunion. Die plötzliche Verfügbarkeit dieser politischen Insolvenzmasse versorgte damals wie heute instabile Regionen unseres Planeten mit ungeahntem militärischen Potential und beim Lesen wird schnell klar, dass die abgewrackten Klingonen auch nichts mehr als so einer Art Weltraumrussen sind, die für ihr eigenen Überleben Geheimnisse, Waffen und sogar ihre eigene SoSnI' verkaufen würden.
Hier und dort kann man sogar Stellen finden, die einem gewissen Humor nicht entbehren (z.B. S. 211ff. oder S. 238), obgleich es zugegebenerweise auch in gleichem Maße Stellen gibt, deren Spaßfaktor mit dem Prädikat 'fragwürdig' noch mit einem blauen Auge davonkommt.
Natürlich wäre es nun auch möglich, all die vielen kleinen Referenzen aufzuzählen, doch nein – die beiden Reeves und ihr Junior-Partner Shatner haben hier ein wahres Anspielungsfeuerwerk gezündet, dass einem Hören, Sehen und Zurückerinnern vergehen. Fast hat es den Eindruck, als haben sich die drei Schreiberlinge das ehrgeizige Ziel gesetzt, wirklich jede einzelne TOS-Episode direkt oder indirekt aufzuführen. Aber auch die Kinofilme (vgl. z.B. S. 193) oder TNG (vgl. z.B. S. 86) finden Aufnahme in dieses richtig gut mit dem offiziellen Kanon verflochtene Buch.
Als besonderes Gimmick ist dabei das Gespräch zwischen Kirk und Carol Marcus zu erwähnen (ja ich weiß, der Esel zuerst), das auf den zweiten Film „Zorn des Khan“ anspielt. Der Rezipient wird nämlich Zeuge, wie die beiden ihr legendäres Gespräch darüber führen, wie sie mit ihrem gemeinsamen Sohn David umgehen sollen (vgl. S. 301). Eine solche Szenerie gab es so in keinem Film und erst recht keiner Folge und es hilft in Bezug auf die Handlung, der Figur James Tiberius Kirk mehr Leben einzuhauchen.
Doch das Genialste zum Schluss:
Wie hat der olle Bill Shatner doch mordio und cetera geschrien, als er für den elften Kinofilm keinerlei Berücksichtigung erfuhr. Er hat getobt, geschimpft und geschrien – ohne Erfolg. Der Film in seiner neuen alternativen Zeitlinie musste ohne den originalen Kirk-Darsteller seine unzähligen Millionen Dollar einspülen.
Und was wenn ich jetzt behaupte, dass es den Film gar nicht ohne Shatners Buch „Asche von Eden“ gegeben hätte? Wenn ich mich einfach hinstelle und sage, dass „the Shat“ selbst Schuld am neuen Film ist?
Alex Kurtzman und Roberto Orci haben nämlich in einem Interview zugegeben, viele ihrer Ideen aus verschiedenen Star-Trek-Romanen extrahiert zu haben:

And, reading the novels helped, a lot of Star Trek novels.
Roberto Orci, Z. 117

Wenn die beiden also wenigstens die bekannteren Autoren, zu denen ohne Frage die beides Reeves genauso wie Shatner gehören, gelesen haben, sind sie sicherlich auch wie ich über folgenden Dialog gestolpert, der sich um einen versuchten Zeitsprung des bösen Admirals Drake zur Veränderung der Zeitlinie dreht:

James, was geschieht wenn Drake entkommt?
Kein Angst, wenn er uns entkommen wäre, wären wir nicht hier und könnten ihn nicht verfolgen. Nicht wahr, Spock?
Nicht unbedingt, Captain. Das hier könnte einfach eine alternative Zeitlinie sein, in der die Quantenwahrscheinlichkeitswellen …
Sie wissen doch, daß Zeitreisen mir Kopfzerbrechen bereiten, Spock.
Teilani, Kirk und Spock, S. 368

Kritikwürdige Aspekte: Wer einen Shatner-Roman liest, der geht ein Risiko ein. Das Risiko nämlich, nochmal Zeile für Zeile zu erfahren, wie gutaussehend, intelligent und knackig Shatners Paraderolle auch im Greisenalter noch immer ist.
Auf stolzen 392 Seiten erlebt der normalsterbliche Leser hier eine zwei Schichten zu dick aufgetragene Selbstbeweihräucherung, die selbst Eminem, Klaus Kinsky oder Jürgen Drews als viel zu überzogen empfinden würden. Mehr oder weniger verpackt findet sich zwischen den Zeilen in zwei Meter großen Graffitibuchstaben die eigentliche Quintessenz dieses Buches:

James T. Kirk ist der tollste Hecht im intergalaktischen Fischteich und hat den längsten.

Also ehrlich: Na klar, Kirk hatte viele Frauen. Abba wenn man hier andauernd davon liest, wie der rüstige Gerontenmacho eine Frau nach der anderen beglückt, wirkt das ziemlich aufgesetzt. Zum Glück passiert das ganze zumeist retroperspektiv und die bereits angeschnittenen Potenzprobleme relativeren das Bild ein wenig.
Spätestens jedoch, wenn Ü-60-Kirk mit einer Klingonen-Romulanerin gleich mehrmals hintereinander kopuliert (vgl. S. 135) und eine nur mit einem handflächengroßen Gardinenfetzen bekleidete Frau die Brückencrew der Enterprise bereichert (vgl. S. 310) hat man ganz schnell den Eindruck, dass man sich auf der Fantasiespielwiese eines lüsternen Rentners befindet. Peinlich, peinlich!
Stichwort 'peinlich'! Der Roman ist auch nicht unbedingt ein großes stilistisches Meisterwerk. Wenn ich mal wahllos in den Seiten blättere und zufällig eine beliebige Seite aufschlagen (und das hab ich wirklich getan), dann springen Sätze ins Auge, die etwa folgendem Muster entsprechen:

Kirk goß sich noch einen Scotch ein.
Drehte einen Stuhl, so daß er zum Fenster herausschauen konnte.
Es regnete die ganze Nacht.
Tränen, die er nicht vergießen konnte.

(S. 37)

Gruselig oder? Das Ganze liest sich schon irgendwie wie eine unkontrolliert mutierte Kreuzung aus einem Detektiv-Groschenroman, einem Telegramm und Rainer Maria Rilke in seiner depressiven Phase. Wer so etwas tatsächlich einen ganzen Roman lang aushält ohne das viel zu dicke Buch gelegentlich mit voller Wucht gegen die Rauhfasertapete zu werfen oder sich zumindest ab und an zu übergeben, der kann sich zumindest damit rühmen, den Verfassern nicht dadurch im Wege zu stehen, dass man sie mit irgendwelchen Ansprüchen einem zu hohen Erwartungsdruck aussetzt.
Bis auf Kirk sind auch die meisten der etablierten Figuren lumpig dargestellt. Spock (vgl. z.B. S. 326), Scotty (vgl. z.B. S. 252ff.) oder Chekov (vgl. z.B. S. 80ff.) sind kaum wiederzuerkennen und nur der kantige McCoy ließ ansonsten noch erahnen, dass es sich tatsächlich um die Crew der guten alten Enterprise handeln könnte.
Dieser Liste an nicht gemachten Hausaufgaben muss man auch schließlich die gesamte Handlung beifügen, denn mal ehrlich: So zwischen „Das unentdeckte Land“ und „Treffen der Generationen“ noch schnell so eine Geschichte dazwischen zu kloppen, die auch noch anderen Romanen wie Sarek, Die erste Mission oder der Novellisierung Generationen widerspricht, ist ja schon schlimm genug, doch dann auch noch die Story aus dem Legobaukasten für Star-Trek-Folgen zusammenzusetzen, ist doch etwas abgekaut.
Klingonenromulaner gab es nämlich schon im TNG-Zweiteiler „Der Moment der Erkenntnis“, der Jungbrunnen Chal erinnert zu oft an den Nexus und die Enterprise wurde ja schon mal im dritten Kinofilm „Auf der Suche nach Mr. Spock“ in die ewigen Jagdgründe geschickt.
Ganz besonders enttäuschend war der böse Gegenspieler Admiral Androvar Drake, der von Hass gegen Kirk zerfressen, nur einen müden Abklatsch des genialen Khan Noonien Singh in einer zu engen Sternenflottenuniform bieten konnte.

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Einen Superschurken kopieren kann wirklich jeder

Doch eine Sache an diesem Werk stört noch mehr als all diese bereits aufgezählten Kritikpunkte. Shatner nutzte das Werk nämlich, um seine Privatfehde mit George Takei, dem Darsteller Sulus, weiter anzuheizen. Wer jetzt aber an die ein oder andere nicklige Bemerkung denkt, ist schief gewickelt, denn der Autor stichelt auf viel subtilere und intrigantere Art und Weise gegen seinen Kollegen.
So muss Chekov, der ja noch in der ebenfalls von Shatner geschriebenen Story von „Am Rande des Universums“ in engster Freundschaft mit dem in San Francisco geborenen Steuermann verbunden zu sein schien, als Projektionsfläche für die aggressiven Gefühle des Autors herhalten.
Ebenjener Pavel Chekov, der absolute Loyalität Shat.. äh Kirk gegenüber empfindet (vgl. S. 91), wird dem doofen Sulu gegenüber handgreiflich (vgl. S. 81) und bezichtigt seinen ehemaligen Kameraden sogar der Kollaboration mit den fiesen Verschwörern (vgl. S. 329). Sulu, inzwischen ja zum Captain der Excelsior aufgestiegen, wird hingegen gleich zweimal wieder in seine Rolle als popeliger Steuermann zurückdegradiert (vgl. S. 290 und S. 367) und außerdem dazu erniedrigt, den positiven Einfluss Kirks auf seine Person zu betonen (vgl. S. 293). Ich bezweifle ernsthaft, dass bei einem Roman aus der Feder Takeis ähnliches zu lesen wäre.
Und was macht Kirk währenddessen?
Er erteilt Sulu generös die Absolution (vgl. S. 364) und erst danach kommt es zur halbherzigen Wiederversöhnung beider Offiziere.
Was für eine lausige Spitze! Da braucht man ja noch nicht einmal viel Fantasie, um da eine böse Absicht zu unterstellen. Doch selbst wenn das nur eine Interpretation dieser Handlungselemente ist, sollte eines betont werden:
Natürlich ist jeder Roman irgendwo nur ein Abbild der Lebensumstände des Autoren, doch einen so detaillierten und vor allem öffentlichen Einblick in den Zickenkrieg zweier alternder Schauspieler hätte sich Shatner nun echt klemmen können.

Übersetzung: So schizophren wie die Handlung ist auch die Übersetzung.
Na klar, Radikalität ist schon eine coole Sache, um Aufmerksamkeit zu erregen, aber die radikale sprachliche Ebene wirkt bei allem Verständnis für den Bruch mit der heilen Föderationwelt zu entrückt von den altbekannten Charakteren.
Ausdrücke wie „[...] am Arsch der Galaxis [...]“ (S. 23), „scheißegal“ (S. 65), „Arschloch“ (S. 81), „Herumbumsen“ (S. 260) oder „Glotzen“ (S. 310) sind zwar durchaus legitim, doch weder in ihrer Menge noch ihrem Einsatz angemessen. Kirk, Scotty oder Chekov sind nun einmal Kinder einer amerikanischen TV-Serie der Sechziger, und eine dementsprechende Wortwahl macht die Figuren aus.
Daneben gibt es die typischen Symptome der Heyne-Übersetzungskrankheit, doch eigentlich halten sich Begriffe wie „Starfleet“ (S. 18), „Starbase“ (S. 108), „Medokit“ (S. 121) oder „Medo-Trikorder“ (S. 240) in Grenzen, und obwohl man auf Seite 158 noch vom „Diskussegment“ lesen muss, heißt es gegen Ende des Buches auf Seite 376 sogar mal „Untertassensektion“!
Ungleich stiefmütterlichere Behandlung erfuhr das Klingonische. Während sich einige Übertragungsfehler lediglich auf Groß- und Kleinschreibung beschränken (vgl. S. 24), sind die Begriffe „Qtalh (S. 42) oder „K'tinga“ (S. 292) fehlerhaft übernommen worden.
Mühelos wird damit eine Brücke zum deutschen geschlagen, denn „Ambiente“ (vgl. S. 167) ist ja auch ein schwieriges Fremdwort, „Klingonen-Romulanerin“ (vgl. S. 251) eine heikle Kombination und „daß“ kann man schon mal mit „damit“ verwechseln (vgl. S. 204). Nein, im Ernst, die Fehlerquote hält sich für einen Roman, der fast 400 Seiten umfasst, erstaunlicherweise in Grenzen.
Wenn man allerdings den vielbeachteten Haupthelden, wie auf S. 343 geschehen, plötzlich jedoch "Kirch" statt 'Kirk' nennt, mutet das schon irgendwie merkwürdig an.

Anachronismen: Einige der Zeitangaben beißen sich mit den kleinen Bemerkungen, die im Verlaufe der verschiedenen Star-Trek-Serien fielen. Wenn man den Film nämlich zwischen „Das unentdeckte Land“ und Treffen der Generationen“ ansetzt, dann muss er im Jahr 2293 spielen.
Dem widersprechen allerdings einige Verweise innerhalb des Buches.
Wenn etwa Kirk vor 44 Jahren (vgl. S. 146) die Sternenflottenakademie besucht hätte, so wäre er damals lediglich blutjunge sechzehn Jahre alt, was schon irgendwie nach Kindersoldat klingt.
Auch das Geburtsdatum seines Sohnes ist trotz der lebhaften Erinnerung daran scheinbar falsch. Wenn David nämlich zwei Jahre vor Kirks erster Fünfjahres-Mission mit der Enterprise geboren worden wäre, so hätte er 2263 und nicht 2261 das Licht der Welt erblicken müssen (vgl. „Q2“).
Auch die klingonische Währung hat mal wieder einen neuen Namen. Während sie bei ENT darsek hieß („Kopfgeld“), wurde sie in „Die Ehre des Drachen“ als 'Huch' aufgeführt. Hier erhält sie den Namen 'Talon' und wirft die Frage auf, ob es bei den Klingonen denn keine Leitwährung besitzen...
Nun gut, man könnte natürlich jetzt auch darauf hinweisen, dass in diesem Buch mal wieder unzählige Bezüge auf Geldwirtschaft in der Föderation zu finden sind (z.B. S. 146, S. 150 oder S. 240), obwohl ja Shatner selbst noch aus den Dreharbeiten zu „Zurück in die Gegenwart“ wissen könnte, dass Geld in der Zukunft ein Relikt der Vergangenheit ist.
Um so erstaunlicher, dass auf Seite 39 Geld als veraltet bezeichnet wird, zumal auf der selben Seite mit Geld bezahlt wird. Das verwirrt natürlich schon etwas, denn ein logisches System scheint nicht dahinter zu stehen.
Doch auch andere Logiklöcher gesellen sich in diesen Reigen. Der Klingonenhasser Drake spricht klingonisch (vgl. S. 365), die Funksprüche der Enterprise werden im Gegensatz zu denen der Klingonen nicht abgefangen (vgl. S. 364) und wie Drake von der Excelsior entschwand, um wenig später plötzlich in einem von Transporterstörfeldern gesicherten Raum aufzutauchen (S. 345ff.), wird der Bequemlichkeit halber gar nicht erst thematisiert.

Fazit: Shatners erster Roman bricht auf radikale Art und Weise mit dem Bild einer heilen Föderation, greift philosophische und aktuelle Einflüsse auf und scheint auch den elften Kinofilm mit inspiriert zu haben.
Gut, er ist scheußlich geschrieben, trifft außer Kirk kaum eine der restlichen Figuren und liest sich wie eine einzige Laudatio des Darstellers auf die von ihm selbst verkörperte Figur.
Andererseits spart er an Anachronismen und Übersetzungsschnitzern, während er wiederum wenig originell und zu allem Überfluss auch noch Austragungsort einer Privatauseinandersetzung ist.
Gutes und schlechtes wechseln sich ständig ab, und 'schizophren' ist eines der passendsten Worte, mit denen man das Buch beschreiben kann.
Ohne Frage ein interessanter Start und auch wenn man vieles besser machen könnte, sollte man das Buch gelesen haben, bevor man Romane aus der Feder Shatners kategorisch ablehnt.

Denkwürdige Zitate:

Diese 'Heldentaten' …
Ja, Sir?
Das war nur mein Job. Und es ist schon lange her, daß ich diesen Job getan habe.
Es war mehr als ein Job, Sir. Für uns.
Kirk und ein Sternenflottentechniker, S. 20f.

Wie sie sicher wissen, unterstützen wir Sie natürlich bei jeder Entscheidung, die Sie treffen, und wünschen Ihnen in der Tat alles Gute.
Auch wenn wir dich für den letzten Trottel halten.
Spock und McCoy, S. 137

Wir sind Teil eines Teams.
Scotty, S. 255

Beam mich hoch, Scotty.
Kirk, S. 359



Bewertung: Schizophren!

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Weiterführende Leseliste:

Shatner 01: Die Asche von Eden
Shatner 02: Die Rückkehr
Shatner 03: Der Rächer
Shatner 04: Das Gespenst
Shatner 05: Dunkler Sieg
Shatner 06: Die Bewahrer
Shatner 07: Sternendämmerung
Shatner 08: Sternennacht
Shatner 09: Sternenfluchten